Digitalfunk BOS: Kernnetz komplett PDF Drucken

62. Vermittlungsstelle in das BOS-Digitalfunknetz integriert

Mit der Integration der 62. Vermittlungsstelle im Mai 2013 steht das Kernnetz des Digitalfunk BOS nun deutschlandweit zur Verfügung. Auch die beiden Netzverwaltungszentren in Hannover und Berlin, die für die Überwachung und die Steuerung des BOS-Digitalfunknetzes zuständig sind, befinden sich im Einsatz.

Die Vermittlungsstellen des Digitalfunk BOS sind die Bindeglieder des BOS-Digitalfunknetzes. Sie gewährleisten den überregionalen Datenfluss und die Weiterleitung von Kommunikations- und Steuerdaten zwischen den Basisstationen im gesamten Bundesgebiet. Zudem übernehmen sie die behördenübergreifende Verwaltung aller Teilnehmer und Teilnehmergruppen des Digitalfunk BOS.
Vier der 62 Vermittlungsstellen sind zugleich als Transitvermittlungsstellen ausgestattet. Diese stellen als übergeordnete Verkehrsebene die deutschlandweite Vernetzung der Vermittlungsstellen sicher.

Auch der Aufbau des Funk- und Zugangsnetzes schreitet voran. Von den rund 4.500 vorgesehenen Basisstationen an etwa 4.300 Standorten wurden zum 13. Mai 2013 insgesamt 3.776 Standorte mit Systemtechnik ausgestattet und 3.118 Basisstationen in das BOS-Digitalfunknetz integriert. Die Netzabdeckung des BOS-Digitalfunknetzes umfasst damit aktuell etwa 79 % der Fläche der Bundesrepublik Deutschland. Im April 2013 waren bereits 315.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Digitalfunk BOS registriert. (Quelle: BDBOS)

 
Cassidian und das französische Innenministerium präsentieren mobile Breitbandlösung für öffentliche Sicherheit PDF Drucken

  • Cannes/Tours, 2. April 2013 – Cassidian und das französische Innenministerium haben die weltweit erste Präsentation mobiler Breitbanddienste für die Weiterentwicklung von Tetrapol-Netzen mit 4G‑LTE‑Technologie (Long Term Evolution) im 400 MHz-Band durchgeführt.

    Die Präsentation erfolgte anlässlich der von Cassidian im französischen Cannes veranstalteten Konferenz für Betreiber und Nutzer sicherer Netzwerke (SCS Network Operators and Users Conference – SNUC), an der mehr als 200 Spitzenvertreter aus dem Bereich öffentliche Sicherheit und anderer kritischer Nutzerorganisationen sowie Partner und potentielle Kunden aus der ganzen Welt teilnahmen.

    Nach einer kurzen Vorstellung der laufenden Tests des französischen Innenministeriums für 400-MHZ-LTE‑Breitbandkommunikation konnten die internationalen Teilnehmer über eine Duplex-Liveübertragung aus Tours den Erfolg des Einsatztests miterleben. Er umfasste missionskritische Anwendungen, einschließlich eines Echtzeit-Videostreamings zwischen einem mit einer Kamera ausgestatteten Fahrzeug und einer Leitzentrale in Tours unter Verwendung eines 400-MHz-LTE-Netzes. An zwei Tetrapol-Standorten im Raum Tours wurden dafür zwei 400-MHz-Basisstationen aufgebaut, die eine erste Vor-Ort-Überprüfung der technischen Leistung ermöglichen.

    Diese ersten Tests in Tours, bei denen die neue Dual-Mode-Basisstation von Cassidian eingesetzt wurde, die sowohl Tetrapol als auch LTE-Services unterstützt, waren äußerst erfolgreich –. Es konnte damit gezeigt werden, dass vorhandene Tetrapol-Netze kostengünstig und störungsfrei um neue mobile 4G-Breitbandkapazitäten erweitert werden können, indem man benachbarte Frequenzbänder bereits bestehender Sites nutzt.

    „Es ist kein Geheimnis, dass unsere TETRA- und Tetrapol-Kunden immer höhere Datenkapazitäten benötigen. Das 400-MHz-Band ist ein traditionelles Band für die Netze bestimmter kommerzieller Anwender und von Regierungsorganisationen. Wie bei vielen andern Technologien entwickelt sich der Bedarf bei Tetrapol und TETRA in Richtung Hochgeschwindigkeits-Breitbandkapazitäten“, erklärt Eric Davalo, Head of Portfolio & Technology Authority für Cassidian Security Solutions „Cassidian investiert in diese Technologien für die künftige missionskritische Kommunikation, wie zum Beispiel IP und Breitband. Der Test macht deutlich, dass eine reibungslose Migration bestehender PMR-Netze (Professional Mobile Radio), bei der vorhandene Sites und Kundeninvestitionen unterstützt werden, möglich ist.“ 

    „Das französische Innenministerium ist stolz darauf, als erste einen Versuch dieser Art mit LTE bei 400 MHz an seinem Tetrapol-Netz durchzuführen“, betonte Pierre-Philippe Lidureau, INPT Program Director, nach der erfolgreichen Demonstration auf der SNUC. „Wir untersuchen die Zukunft unseres sichern Netzes. Diese Lösung, bei der die 400-MHz-Frequenz wirksam eingesetzt wird, zeigt einen möglichen Weg in Richtung Modernisierung unseres Netzes.“

     

     
    Gütesiegel Objektfunk: Die ersten zehn Unternehmen sind zertifiziert PDF Drucken

    Im November 2012 hatte der gemeinsame Lenkungsausschuss des Bundesverbandes Professioneller Mobilfunk e.V (PMeV) und des Bundesverbandes für Objektfunk Deutschland e.V. (BODEV) das Antragsverfahren zur Erlangung des Gütesiegels Objektfunk gestartet. In der jüngsten Sitzung des Lenkungsausschusses am 15. März 2013 konnte für die ersten zehn Unternehmen das Zertifizierungsverfahren abgeschlossen werden. Folgende Unternehmen können nun als Inhaber des Gütesiegels ihre besondere Kompetenz im Hinblick auf Gebäudefunkanlagen im BOS-Netz nachweisen:

    1. BESCom, Hamburg
    2. B.Schmitt mobile GmbH, Frankfurt
    3. B&E Nachrichtentechnik GmbH, Nürnberg
    4. DETECON, Bonn
    5. Malottki, Halle
    6. MEDIA BROADCAST, Mainz
    7. NC PLAN, Berlin
    8. Niemann Elektronik, Berlin
    9. NTE Nachrichtentechnik und Elektronik GmbH, Frankfurt
    10. Telemann, Hamburg

    Über die zehn zertifizierten Unternehmen hinaus haben 13 weitere erste Schritte zur Erlangung des Gütesiegels eingeleitet; für diese Unternehmen ist das Zertifizierungsverfahren in Gang.

     
    Leitstelle von Cassidian für das deutsche BOS-Digitalfunknetz zertifiziert PDF Drucken

  • Berlin, 25 März 2013 – Die Konzentratorlösung und der Leitstellenarbeitsplatz der RCS 9500 Produktfamilie (Radio Console System 9500) von Cassidian haben  erfolgreich alle Interoperabilitätsprüfungen bestanden und sind beide durch die Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS) zertifiziert worden. Damit können sie nun auch im Digitalfunknetz der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOSNet) betrieben werden. 

    Die RCS 9500 Konzentratorlösung bietet eine IP-Anbindung (Internet Protocol) und verarbeitet verschlüsselte Kommunikation an einem zentralen Ort, dem sogenannten Konzentrator. Eine RCS 9500 Konzentratorlösung kann dabei von mehreren Leitstellen ressourcenschonend parallel genutzt werden. Zudem hat sie eine Schnittstelle zum sogenannten Digitalfunkstecker (DF-Stecker). Diese offene Softwareschnittstelle ermöglicht die Anbindung von Leitstellen und Funkarbeitsplätzen von mehreren Herstellern und erleichtert dadurch das Zusammenspiel von Leitstellen im Digitalfunknetz der BOS.

    Mit dem RCS 9500 Arbeitsplatz steht nun auch ein Nachfolgeprodukt der DWS-C (Dispatcher Workstation Communication) zur Verfügung, welches auch eine Ende-zu-Ende Verschlüsselung entsprechend den Vorschriften des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bis zum Arbeitsplatz bietet. Diese neue Lösung von Cassidian lässt sich im besonderen Maße auf die Anforderungen der verschiedenen Nutzer anpassen und skalieren: von einzelnen RCS 9500 Endgeräten, über vernetzte Einzelarbeitsplätze bis hin zu komplexen und vernetzten Leitstellen.

    „Mit einem DF-Stecker kann die BOS-Nutzerorganisation unnötige Kosten für unterschiedliche Anbindungstechniken an den BOS-Digitalfunk vermeiden. Leitstellen unterschiedlicher Hersteller lassen sich dadurch wirtschaftlicher an das Netz anbinden.“ betont Dr. Markus Kolland, Geschäftsführer der Cassidian Communications GmbH. „Die Funktionalität der DF-Stecker-Schnittstelle von Cassidian wurde an moderne IP-basierte Leitstellensysteme angepasst. Sie optimiert die Realisierungsaufwände und ermöglicht eine schnellere Betriebsfähigkeit der Leitstellen am BOS-Digitalfunk. Darüber hinaus reduziert der Einsatz unseres Konzentrators den Aufwand für Zertifizierungen sowohl bei Erstinstallationen als auch bei Änderungen in den angeschalteten Arbeitsplätzen.“

    Die Zertifizierung der BOS-Endgeräte wird auf Grundlage von Interoperabilitätstests auf speziellen Testplattformen gewährt. Für einen funktionsfähigen Betrieb des Digitalfunks BOS ist es unerlässlich, dass sämtliche für die Nutzung bestimmten Endgeräte störungsfrei mit allen anderen Komponenten des Digitalfunks BOS zusammenwirken und bestimmte definierte Leistungsmerkmale erfüllen. Daher sind die Bedingungen für eine Zertifizierung stark auf der Einhaltung von Technologieanforderungen, Konformität mit technischen Normen und Interoperabilität ausgerichtet.

     

     

     

     

     

     
    Motorola Solutions präsentiert erstes Bild-Dokumentations-System für TETRA-Digitalfunkgeräte im Polizeieinsatz PDF Drucken

    IDSTEIN – 22. März 2013 –Motorola Solutions präsentiert mit dem Motorola MTP6750 das weltweit erste TETRA-Digitalfunkgerät mit integrierter 5-Megapixel-Kamera und einem Bild-Dokumentations-System für Einsatzkräfte im Bereich der öffentlichen Sicherheit. Durch das Bild-Dokumentations-System (Photograph and Intelligence Communications System – PICS) können beispielsweise polizeiliche Einsatzkräfte mit dem neuen TETRA-Handfunkgerät Fotos aufnehmen und diese authentifizieren, verwalten sowie innerhalb ihres Behördennetzwerks austauschen oder archivieren.

    Das Motorola MTP6750 unterstützt die Anwender im Bereich der öffentlichen Sicherheit, ihre Aufgaben auch vor dem Hintergrund stetig wachsender Anforderungen effizient zu erfüllen und beispielsweise zur Aufklärung von Straftaten einen optimalen Beitrag zu leisten. Innovative Technologielösungen stellen in Zeiten begrenzter Ressourcen eine kosteneffiziente Möglichkeit dar, Beweise am Einsatzort zu dokumentieren.

    DIE WICHTIGSTEN FAKTEN

    Sicherer, intelligenter, schneller – Motorola TETRA-Handfunkgerät MTP6750

    • Das Motorola MTP6750 ist das weltweit erste TETRA-Funkgerät mit einer 5-Megapixel-Kamera. Es kombiniert die neuen Funktionen mit dem bewährten, nutzerfreundlichen Design und der intuitiven Bedienung der Motorola TETRA-Handfunkgeräte.
    • Das neue Motorola MTP6750 mit integrierter Kamera versetzt die Einsatzkräfte (zum Beispiel der Polizei) in die Lage, Sprachkommunikation und Bilderfassung mit einem einzigen Gerät durchzuführen.
    • Durch die Integration von Bilderfassung und Verarbeitung stellt Motorola sicher, dass übergreifende Arbeitsprozesse nahtlos ineinander übergehen und Bilder entsprechend  bekannter Sicherheitsauflagen der zuständigen Behörden verwendet werden.
    • Die Bildverarbeitungssoftware lässt sich intuitiv bedienen. Die Anwendung fügt sich damit nahtlos in Bedienabläufe ein und die Bilder können unter Einhaltung der entsprechenden Sicherheitsauflagen gespeichert werden.
    • Mit dem großen QVGA-Farbdisplay werden Bilder übersichtlich dargestellt.
    • Das Motorola MTP6750 basiert auf der neuen MTP6000-Funkgeräteserie und bietet unterschiedliche Optionen für die Datenkommunikation: integriertes Bluetooth®, höhere Datenraten über MSPD (Multi-Slot-Paketdaten) sowie TEDS-Unterstützung (TETRA Enhanced Data Services). Damit können die Einsatzkräfte Textnachrichten und Bilddokumente zuverlässig, sicher und schnell austauschen.
    • Der integrierte WAP-Browser mit WAP-Push-Funktion erlaubt Nutzern, auf Informationsquellen wie Datenbanken zuzugreifen und Informationen auf dem großen Farbdisplay anzusehen.
    • Das Motorola MTP6750 verfügt über einen integrierten Direct-Mode-Repeater. Die Reichweite kann durch die Sendeleistung der Klasse 3L (1,8 Watt) und die höchste derzeit verfügbare Empfängerempfindlichkeit in diesem Segment um bis zu 14 Prozent gesteigert werden.

    Photograph and Intelligence Communications System (PICS) – Umfassende Bild-Dokumentations -Lösung

    • PICS wurde in drei Applikationsbereiche integriert: Integrated Terminal Management (iTM), Indelible Digital Marking und Application Programming Interface (API).
    • Durch das iTM-System können Funkgeräte dezentral verwaltet werden. Es können auch Backup-Sicherungen von Bilddokumenten sowie die bekannten Firmware-Updates und Konfigurationsänderungen durchgeführt werden. Einsatzleiter oder Einsatzführungsstäbe können während des Ladevorgangs Bilddokumente an eine unbegrenzte Anzahl von Funkgeräten weiterleiten. An die Bilder können außerdem Notizen angehängt werden.
    • Die dokumentenechte (digitale) Kennzeichnung verifiziert Bilddokumente und verhindert eine nachträgliche Manipulation. Mit den Aufnahmen werden Metadaten wie Zeit, Datum, Ort oder Nutzerkennung erfasst und mit dem Bilddokument verbunden.
    • Das iTM-System übernimmt die automatische Überprüfung der Bilddokumente. Sollten Elemente des Bildes oder der Metadaten nach der Erfassung verändert worden sein, schlägt die Validierung fehl. Damit wird die Integrität des Bilddokuments, zum Beispiel in einer möglichen Beweiskette, sichergestellt.
    • Des Weiteren versetzt die iTM API Motorola und seine Partner in die Lage, das PICS in die Systeme und Prozesse einer Behörde oder einer Organisation einzubinden. Ebenso können weitere Anwendungen entwickelt werden, die auf die speziellen Anforderungen aus dem Bereich der öffentlichen Sicherheit und anderer Endanwender-Organisationen zugeschnitten sind.

     

     
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