Kommunikationsausfälle

Diese Sammlung beinhaltet Vorschriften, Empfehlungen und Richtlinien im Zusammenhang mit dem Schutz kritischer Infrastrukturen sowie der Bevölkerung (Teil 1) und Fallstudien, die die Verletzlichkeit und die Abhängigkeit von Kommunikationsinfrastrukturen von der Energieversorgung belegen (Teil 2).

Kapitel 1: Vorschriften und Empfehlungen von öffentlichen Einrichtungen und Behörden, zum Stichwort kritische Infrastruktur, Bevölkerungsschutz, Stromausfall usw.

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Antwort auf/zuklappen 1.17 Gefährdung und Verletzbarkeit moderner Gesellschaften – am Beispiel eines großräumigen und langandauernden Ausfalls der Stromversorgung

TAB-Arbeitsbericht Nr. 141 Berlin 2012, 264 Seiten

Quelle: TAB-Arbeitsbericht Nr. 141, Berlin 2012

Auszug aus dem Kapitel „Zusammenfassung“, Seite 1

In modernen, arbeitsteiligen und hochtechnisierten Gesellschaften erfolgt die Versorgung der Bevölkerung mit (lebens)notwendigen Gütern und Dienstleistungen durch ein hochentwickeltes, eng verflochtenes Netzwerk »Kritischer Infrastrukturen«. Dazu zählen u. a. Informationstechnik und Telekommunikation, Transport und Verkehr, Energieversorgung oder das Gesundheitswesen. Diese sind aufgrund ihrer internen Komplexität sowie der großen Abhängigkeit voneinander hochgradig verletzbar...

Aufgrund der nahezu vollständigen Durchdringung der Lebens- und Arbeitswelt mit elektrisch betriebenen Geräten würden sich die Folgen eines langandauernden und großflächigen Stromausfalls zu einer Schadenslage von besonderer Qualität summieren. Betroffen wären alle Kritischen Infrastrukturen, und ein Kollaps der gesamten Gesellschaft wäre kaum zu verhindern. Trotz dieses Gefahren- und Katastrophenpotenzials ist ein diesbezügliches gesellschaftliches Risikobewusstsein nur in Ansätzen vorhanden.

Auszug aus dem Kapitel „Katastrophenmanagement in Deutschland“

………… Beim Eintritt eines Stromausfalls obliegt die Bewältigung der Folgen zunächst den örtlichen Behörden, Einrichtungen und Organisationen. Entsprechend der Lage (regional übergreifend) und der Entwicklung (langandauernd mit erheblichen Folgen) werden sukzessive die nächsthöheren Ebenen bis hin zu den Bundesministerien tätig. Somit liegt die Zuständigkeit bei der oberen Katastrophenschutzbehörde, die mit der (operativen) Durchführung der erforderlichen Maßnahmen die (lokalen) unteren Katastrophenschutzbehörden beauftragt…………….

Auszug aus dem Kapitel „Folgen eines langandauernden und großflächigen Stromausfalls“

Als Ursachen für einen langandauernden und regional übergreifenden Stromausfall kommen u. a. technisches und menschliches Versagen, kriminelle oder terroristische Aktionen, Epidemien, Pandemien oder Extremwetterereignisse infrage. Vielfach wird erwartet, dass künftig die Ausfallwahrscheinlichkeit größer wird, u. a. deshalb, weil die Gefahr terroristischer Angriffe und klimabedingte Extremwetterereignisse als Ursachen eines Netzzusammenbruchs zunehmen werden. Aufgrund der Erfahrungen mit bisherigen nationalen und internationalen Stromausfällen sind erhebliche Schäden zu erwarten. Bisherige Stromausfälle dauerten höchstens einige Tage, einige verursachten jedoch geschätzte Kosten von mehreren Mrd. US-Dollar. Für den Fall eines mehrwöchigen Stromausfalls sind die Schäden zu erwarten, die um Größenordnungen höher liegen………..

Auszug aus dem Kapitel „Informationstechnik und Telekommunikation“

………… In der komplexen Topologie der Informations- und Telekommunikationsnetze gibt es unterschiedliche Grade der Abhängigkeit von einer externen Stromversorgung: Bei der Festnetztelefonie fallen sofort das (digitale) Endgerät und der Teilnehmeranschluss aus, danach die Ortsvermittlungsstellen. Bei den Mobilfunknetzen sind es weniger die Endgeräte, die im aufgeladenen Zustand und bei mäßigem Gebrauch einige Tage funktionstüchtig sein können, sondern die Basisstationen, die die Einwahl in die Netze ermöglichen. Diese sind zumeist, bedingt durch das erhöhte Gesprächsaufkommen, binnen weniger Minuten überlastet oder fallen wegen nur kurzfristig funktionierender Notstromversorgung ganz aus…………..

Auszug aus dem Kapitel „Verletzbarkeit und Bewältigungskapazität“

Die durch Bundeswehr, Technisches Hilfswerk (THW) oder Telekommunikationsunternehmen im Ereignisfall einsetzbaren mobilen notstromversorgten Funktechniken und leitungsgebundenen Kommunikationsmittel sind vermutlich in erster Linie für die eigenen Erfordernisse vorgesehen; für die Gewährleistung der Kommunikation von Behörden, Bevölkerung und Unternehmen in einem Großraum sind sie nicht ausgelegt……………….

Auszug aus dem Kapitel „Informations- und Handlungsbedarf“

…………… Grundsätzlich wäre eine Abschätzung des für den zugrundegelegten Fall minimalen Kommunikationsniveaus erforderlich, um darauf aufbauend die technischen Randbedingungen verschiedener Versorgungsniveaus ermitteln zu können. Entsprechende Teilfragen würden eine Abschätzung der üblicherweise anfallenden Kommunikations- und Datenströme sowie die Erhebung von vorhandenen Redundanzen und betriebskritischen Netzabschnitten und -knoten umfassen…………………………..

Auszug aus dem Kapitel „Transport und Verkehr“

Im Sektor »Transport und Verkehr« fallen die elektrisch betriebenen Elemente der Verkehrsträger Straße, Schiene, Luft und Wasser sofort oder nach wenigen Stunden aus…………………

Auszug aus dem Kapitel „Wasserversorgung und Abwasserentsorgung“

…………. Im Bereich der Wasserversorgung wird elektrische Energie in der Wasserförderung, -aufbereitung und -verteilung benötigt. Besonders kritisch für die Gewährleistung der jeweiligen Funktion sind elektrisch betriebene Pumpen. Fallen diese aus, ist die Grundwasserförderung nicht mehr möglich, die Gewinnung von Wasser aus Oberflächengewässern zumindest stark beeinträchtigt. Zudem können Aufbereitungsanlagen und das Verteilsystem nur noch durch natürliche Gefälle gespeist werden, sodass erheblich weniger Wasser bereitgestellt und höher gelegene Gebiete gar nicht mehr versorgt werden können.

Die reduzierte Wasserversorgung wirkt sich auch auf die Abwasserentsorgung aus: So sinkt die anfallende Schmutzwassermenge, und es ändert sich die Zusammensetzung des Schmutzwassers. Deshalb besteht die Gefahr, dass sich durch das stark konzentrierte Abwasser in der Kanalisation Ablagerungen bilden und zu Verstopfungen und Geruchsbildung führen. Da die Abwasserhebepumpen oftmals nicht notstromgepuffert sind, kann anfallendes Abwasser aus den Kanälen austreten. Kläranlagen sind in der Regel mit Notstromerzeugungskapazitäten ausgerüstet, die einen Volllastbetrieb erlauben. Sollte die Notstromversorgung versagen, müssen die Abwassermengen vor dem Klärwerk abgeschlagen und in die Oberflächengewässer geleitet werden. Damit sind unmittelbare Umweltschäden verbunden…………

Auszug aus dem Kapitel „Private Sicherheitspartner“

Die Aufgabe eines gutkoordinierten Notfall- und Krisenmanagements wird noch komplexer dadurch, dass relevante nichtbehördliche Akteure einbezogen werden müssen. Dazu zählen neben den Energieversorgungsunternehmen zahlreiche weitere Unternehmen, beispielsweise die Informations- und Kommunikationsunternehmen, die Lebensmittelwirtschaft oder das Sicherheitsgewerbe. Deren Vielzahl und Heterogenität erschweren diese Aufgabe erheblich. So muss man sich vergegenwärtigen, dass es beispielsweise im Sektor »Wasser« 5.200 Versorger und 5.900 Entsorger oder im Sektor »Informationstechnik und Telekommunikation« 3.000 Anbieter von Dienstleistungen gibt. Diese operieren teils lokal, teils überregional und weisen ganz unterschiedliche Kompetenzen und Kapazitäten bezüglich des Krisenmanagements auf. Aufgrund der Vielzahl und Heterogenität der potenziellen Sicherheitspartner der Behörden ist zu vermuten, dass hier noch weiterer Optimierungsbedarf bei der Gewinnung von privaten Sicherheitspartnern auf Kreis- und Landesebene und deren Integration in die Krisenprävention und -bewältigung besteht.

Auszug aus dem Kapitel „Vernetzte Katastrophenbewältigung – Kommunikation und Koordination“

Zur Erstellung eines einheitlichen Lagebilds sowie zur Koordination der zahlreichen regionalen und überregionalen Krisenstäbe und Einsatzleitungen sind moderne Informations- und Kommunikationstechnologien nahezu unentbehrlich. Infolge des Ausfalls der Stromversorgung kann aber kaum noch auf die öffentlichen Kommunikationsinfrastrukturen zugegriffen werden. Auch sind die zur Verfügung stehenden Bewältigungskapazitäten und die behördeneigenen Kommunikationsnetze nicht für einen langandauernden Stromausfall ausgelegt.

  • Die Kommunikation der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) erfolgt über das nichtöffentliche Netz des BOS-Funks. Bis 2012 soll flächendeckend ein digitales Funknetz eingeführt werden. Jedoch bedeutet die Modernisierung des BOS-Funks unter dem Gesichtspunkt der Stromabhängigkeit eine Erhöhung der Vulnerabilität bei einem Stromausfall. Während die analogen Relaisstationen noch über eine Notstromversorgung von vier bis acht Stunden verfügten, sind die Basisstationen im neuen System nur noch auf eine batteriebasierte Überbrückung von zwei Stunden ausgelegt.
  • Die Bundeswehr operiert mit dem digitalen TETRAPOL-Funk, der mobile Sprach- und Datenkommunikation ermöglicht. Dieser ist nicht direkt mit dem digitalen BOS-Funk kompatibel. Da ein Einsatz der Bundeswehr erst nach einigen Tagen zu erwarten ist, funktioniert der BOS-Funk bereits nicht mehr.
  • Die Krisenstäbe vor Ort hätten auch die Option, auf mobile, stromnetzunabhängige Funkstationen zurückzugreifen. Die Telekommunikationsunternehmen sowie THW und Bundeswehr verfügen über eine Netzersatzausstattung, mit der sie in der Lage sind, Sprach- und Datendienste zu etablieren und über NSA zu versorgen. Die NSA-Kapazitäten z. B. des THW sind aber begrenzt. Gedacht sind sie in erster Linie für die Kommunikation der Krisenstäbe und Einsatzleitungen. Welche Kapazitäten bei den Telekommunikationsunternehmen vorhanden sind, ist nicht bekannt.
  • Weitere Optionen bei einem Stromausfall sind die Errichtung provisorischer Feldkabelnetze, die Unterstützung durch Funkamateure gemäß § 2 Abs. 2 Amateurfunkgesetz sowie der Rückgriff auf Satellitenkommunikation. Die Kommunikation mittels Feldkabeln erfolgt mithilfe mobiler Stromerzeuger, die nach kurzer Zeit mit Treibstoff versorgt werden müssen. Dagegen sind die energietechnischen Anforderungen an Amateurfunkgeräte sehr gering. Satellitentelefonie und satellitengestützte Internetanbindung bieten ausreichende Übertragungswege, sofern die benötigten terrestrischen Elemente (z. B. die Bodenstationen) mit Strom versorgt sind………….

Fazit

Die Folgenanalysen haben gezeigt, dass bereits nach wenigen Tagen im betroffenen Gebiet die flächendeckende und bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung mit (lebens-)notwendigen Gütern und Dienstleistungen nicht mehr sicherzustellen ist. Die öffentliche Sicherheit ist gefährdet, der grundgesetzlich verankerten Schutzpflicht für Leib und Leben seiner Bürger kann der Staat nicht mehr gerecht werden. Die Wahrscheinlichkeit eines langandauernden und das Gebiet mehrerer Bundesländer betreffenden Stromausfalls mag gering sein. Träte dieser Fall aber ein, kämen die dadurch ausgelösten Folgen einer nationalen Katastrophe gleich. Diese wäre selbst durch eine Mobilisierung aller internen und externen Kräfte und Ressourcen nicht »beherrschbar«, allenfalls zu mildern.

Weitere Anstrengungen sind deshalb auf allen Ebenen erforderlich, um die Resilienz der Sektoren Kritischer Infrastrukturen kurz- und mittelfristig zu erhöhen sowie die Kapazitäten des nationalen Systems des Katastrophenmanagements weiter zu optimieren. Der Stromausfall als ein Paradebeispiel für »kaskadierende Schadenswirkungen« sollte deshalb auf der Agenda der Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft weiterhin hohe Priorität haben, auch um die Sensibilität für diese Thematik in Wirtschaft und Bevölkerung zu erhöhen. Der vorgelegte TAB-Bericht soll hierzu einen Beitrag leisten.

Antwort auf/zuklappen 1.16 Sicherheit in der Stromversorgung

Quelle Forum Netztechnik / Netzbetrieb im VDE 1. Ausgabe vom November 2011

Auszug von Seite 17

6.5.1 Allgemeines

Im Falle einer Störung oder Krise ist die Verfügbarkeit der Telekommunikationssysteme und –dienst (Sprach- und Datendienste wie z.B. Fernsteuerungen oder Intranet/Internet) eine wichtige Voraussetzung für die Wiederherstellung des Normalbetriebes.

Bei einem großflächigem Ausfall der Stromversorgung ist davon auszugehen, dass die öffentlichen Telekommunikationssysteme (z.B. Festnetz- Telefonie, Mobilfunk, Internet) nur noch eingeschränkt zur Verfügung stehen oder schon nach kurzer Zeit kompl. ausfallen. Stützt sich ein Netzbetreiber ausschließlich auf öffentliche Telekommunikationssystem ab, so können

 

  • Die internen Dienste und Prozesse (z.B. Kommunikation mit dem Betriebspersonal, Kommunikation mit bzw. zwischen Netzleitstellen, elektronischer Zugriff auf wichtige Dokumente) sowie
  • Die Kommunikation mit Dritten (z.B. Behörden, benachbarten Netzbetreibern, Hilfsdienste, Kunde)

Stark beeinträchtigt sein. Auch die internen Telekommunikationssysteme und –dienst eines Netzbetreibers können in Abhängigkeit von Krisenverlauf und –dauer zunehmend eingeschränkt sein.

Wichtig ist u.a. auch die Abstimmung mit vorgelagerten bzw. benachbarten Netzbetreibern hinsichtlich der verwendeten Telekommunikationssysteme. Außerdem ist die Alarmierung des eigenen Personals auch außerhalb der regulären Arbeitszeit zu regeln. Sammelstellen mit entsprechender Ausstattung und schwarzfallfester Telekommunikations-Infrastruktur sind vorab einzurichten.

6.5.2 Anforderung an Telekommunikationssysteme

An Telekommunikationssysteme, die auch für den Einsatz bei Großstörungen und Krisen geeignet sind, werden besondere Anforderungen gestellt. Unter anderem

 

 

  • höchste Verfügbarkeit
  • Unabhängikeit von der öffentlichen Stromversorgung (Schwarzfallfestigkeit)
  • Sichere Erreichbarkeit ausgewählter Teilnehmer
  • Ggf. mobile Einsatzmöglichkeit von Endgeräten. 

Antwort auf/zuklappen 1.15 Stromausfall und Folgen

Quelle Deutscher Bundestag, Bericht des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung (18. Ausschuss) gemäß § 56a der Geschäftsordnung.

Auszug von Seite 30

III. Folgen eines langandauernden und großräumigen Stromausfalls


1. Einleitung

Das zentrale Anliegen des TAB-Projekts war eine Analyse der Verletzbarkeit Kritischer Infrastrukturen für den Fall eines langandauernden und sich auf das Gebiet von mehreren Bundesländern erstreckenden Stromausfalls. Diese wurde in Form von Folgenanalysen ausgewählter Kritischer Infrastruktursektoren umgesetzt (zur Auswahl und Begründung Kap. I.3). Zu den möglichen Einstellungen und Verhaltensweisen der betroffenen Bevölkerung werden einige Hypothesen entwickelt. Die Ergebnisse sind in diesem Kapitel dokumentiert (Kap. III.2 u. III.3).

Vorangestellt sind einige Anmerkungen zu Möglichkeit und Wahrscheinlichkeit eines langandauernden und regional übergreifenden Stromausfalls sowie zu dessen Kosten (Kap. III.1.1 u. III.1.2).

1.1 Anmerkungen zu den Ursachen eines langandauernden und großräumigen Stromausfalls

Der Untersuchungsgegenstand in diesem TAB-Projekt waren auftragsgemäß die "Folgen" eines langandauernden und großräumigen Stromausfalls - nicht seine Ursachen. Trotz dieser Eingrenzung wurden Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten des Eintritts eines solchenAusfalls22einer Betrachtung unterzogen, um abzuklären, ob ein so gravierender Stromausfall wie in der Aufgabenstellung für das TAB unterstellt, tatsächlich eintreten kann.

Welches wären also mögliche und plausible Ursachen?

Die Liste möglicher naturverursachter oder menschengemachter Gefährdungen ist lang, aber nicht alle führen zu einem langandauernden Stromausfall. In Reichenbach et al. (2008, S. 20 ff.) werden als Ursache u. a. technisches und/oder menschliches Versagen, kriminelle oder terroristische Aktionen, eine Epidemie/Pandemie oder klimatisch bedingte Ereignisse wie Stürme, Schnee und Eis oder Hochwasser genannt:

  • Durch technisches/menschliches Versagen könnten gravierende Beeinträchtigungen der Netzsteuerungs und Netzkontrollprozesse eintreten.
  • Durch eine Aktion der organisierten Kriminalität werden technische Infrastrukturen im Verteilernetz erheblich gestört.
  • Ein schweres Naturereignis (Starkregen mit Hochwasser, Sturm, hohe Schneelast, Blitzeis) könnte einen Stromausfall erheblichen Umfangs zur Folge haben.
  • Eine Pandemie bedingt einen extrem hohen Krankenstand; Mitarbeiter bleiben zuhause, um ihre Angehörigen zu pflegen. Auch hier ist in der Folge ein länger dauernder Stromausfall möglich.

Diese Risikoeinschätzung ist nicht nur mit Blick auf aktuelle Rahmenbedingungen der Stromerzeugung und -versorgung, sondern auch auf deren zukünftig mögliche Veränderungen durchaus plausibel. Dazu zählen u. a. die folgenden Entwicklungen (BMI/BBK 2007, S. 92 f.):

  • Durch Zunahme dezentraler und stochastischer Stromeinspeisung in Verbindung mit der Ausweitung der Handelsaktivitäten steigt das Risiko des Netzversagens und höherer Ausfallraten.
  • Deutschland könnte zunehmend Angriffsziel von terroristischen Gruppen werden, die einen gutvorbereiteten Angriff auf Einrichtungen der Stromversorgung ins Auge fassen.
  • Der Klimawandel könnte zu mehr und stärkeren Extremwetterereignissen führen.

Insgesamt ist mit guten Gründen davon auszugehen, dass künftig die Ausfallwahrscheinlichkeit zunehmen wird (BMI/BBK 2007, S. 180). Angesichts der aktuellen Rahmenbedingungen und Strukturender Elektrizitätsversorgung sowie der relativ hohen Ausfallsicherheit des Gesamtsystems ist aber davon auszugehen, dass ein länger dauernder und regional übergreifender Stromausfall zur Voraussetzung haben müsste, dass nur schwer ersetzbare Schlüsselkomponenten in mehreren Kraftwerken (z. B. der Turbosatz) oder im Transportnetz (z. B. Transformatoren) physikalisch zerstört werden (Prognos 2009, S. 7). Auch aus Sicht der Elektrizitätsversorger müssen "mehrere, ganz bestimmte Elemente ausfallen oder gestört werden" damit es zu erheblichen oder gar katastrophalen Schäden kommt (BMI/BBK 2007, S.94 u. 178)...

Auszug von Seite 31

1.2 Kosten

Vor dem Hintergrund der Erfahrung mit bisherigen nationalen wie internationalen Stromausfällen lässt sich sagen, dass ein langandauernder Stromausfall erhebliche Kosten verursachen wird: durch primäre Personen- und Sachschäden sowie weitere betriebswirtschaftliche und volkswirtschaftliche Folgeschäden aufgrund von Verzögerungen und Ausfällen bei Dienstleistungen und produzierendem Gewerbe. Diese werden weit über das eigentliche Schadensereignis hinausreichen. Die durch einen Stromausfall verursachten Schäden sind allerdings ökonomisch schwer zu bewerten. So bestimmt eine Vielzahl von Faktoren die Höhe der entstehenden Kosten eines Stromausfalls. Nach Böske (2007, S. 46 ff.) sind folgende Faktoren für die Höhe der Kosten eines Stromausfalls maßgeblich:

  • Art und Umfang betroffener Verbrauchergruppen, z. B. Haushalte oder Industrie,
  • Häufigkeit und Vorhersehbarkeit von Stromausfällen,
  • Dauer des Stromausfalls, Umfang des Leistungsausfalls,
  • regionale Bedingungen, z. B. Klima, Industriestruktur,
  • Zeitpunkt der Störung, z. B. Tag oder Nacht, Sommer oder Winter,
  • Quelle des Ausfalls, z. B. ein Kraftwerk oder das Leitungsnetz.

Auszug von Seite 32

Die wirtschaftlichen Folgen eines Stromausfalls in Deutschland wurden ferner mittels einer Metastudie kalkuliert. Diese leitete die Kosten eines Stromausfalls aus 25 internationalen Studien unter Berücksichtigung der Stromintensität der deutschen Wirtschaft ab. Demnach verursacht jede ausgefallene Kilowattstunde Kosten von 8 bis 16 Euro. Auf einen einstündigen deutschlandweiten Stromausfall an einem Werktag im Winter übertragen, entstünde ein wirtschaftlicher Schaden zwischen 0,6 und 1,3 Mrd. Euro (Bothe/ Riechmann 2008, S. 33 u. 35).28Angaben wie diese und die bisherigen Studien zu den Kosten eines Stromausfalls geben Hinweise auf den erheblichen monetären Schaden, der in der Folge eines Stromausfalls (z. B. Silvast/Kaplinsky 2007, S. 32 f.) entstehen kann. Es darf vermutet werden, dass für ein mehrwöchiges Stromausfallszenario mit einer Vielzahl von Nebenfolgen sowie Auswirkungen auf andere Kritische Infrastrukturen weitere unmittelbare Kosten zu erwarten sind, wobei diese wahrscheinlich nach kurzer Zeit exponentiell ansteigen (Steetskamp/van Wijk 1994, S. 8).

Ferner müssen die späteren Kosten für die Beseitigung von Schäden und die sukzessive Wiederinbetriebnahme aller Abläufe in Wirtschaft und Gesellschaft in Rechnung gestellt werden. Auch sollten die immateriellen Schäden, wie der Vertrauensverlust der Bevölkerung in die Energieversorgungsunternehmen (EVU) oder die Behörden, nicht vernachlässigt werden.

Über die ökonomische Perspektive hinaus sollten aber auch die gesellschaftlichen Kosten eines in seinen Folgen katastrophalen Stromausfalls bedacht werden. Diese liegen im Versagen des politisch-administrativen Systems sowie dem Kollaps gesellschaftlicher Organisation und Solidarität wenn die Bewältigung der Katastrophe als "krasse Form sozialen Wandels" nicht gelingt (Clausen 2008, S. 15).

Auszug von Seite 41

2.1.4.3 Mobilfunk

Das Mobiltelefon ist bei einem Stromausfall nur bedingt ein Ersatz für das Festnetz. Hier sind zwar - im Gegensatz zum Festnetz - alle Endgeräte mit einer internen Stromversorgung versehen. Allerdings muss man mit relativ schnellen Ausfällen der Basisstationen (in etwa vergleichbar mit den Ortvermittlungsstellen im Festnetz) rechnen, sodass die Teilnehmer, die sich im Einzugsbereich dieser Basisstationen befinden, keinen Anschluss finden. Diese Basisstationen verfügen über eine USV und können - ähnlich wie die Ortsvermittlungsstellen im Festnetz - bereits nach 15 Minuten ausfallen, aber auch, je nach Betreiber und örtlichen Gegebenheiten, bis zu acht Stunden überbrücken.38

38 Die Einschätzungen bezüglich der Notstromversorgung der Sendeanlagen und Basisstationen sind relativ uneinheitlich. Prognos (2009, S. 81) geht davon aus, dass "wenige" Sendeeinrichtungen mit einer kurzfristigen Notstromversorgung ausgestattet seien. Auch nach Hiete et al. (2010, F29 f.) sind "viele der Basisstationen nicht gegen Versorgungsunterbrechungen gesichert, einige verfügen über USV (ca. 2 Stunden), andere sind über stationäre NSA mehrere Stunden mit Notstrom versorgt". Weiter gehen Hiete et al. (2010, F29) davon aus, dass beim Neubau von Sendeanlagen heute meist keine USV und NSA mehr vorgesehen" seien. Nach Mansmann (2008, S. 89) ist dagegen das Mobilfunknetz von Vodafone durchgängig notstromversorgt. Notstromdiesel sorgten bei zentralen Netzkomponenten für die Überbrückung eines längeren Stromausfalls. Einzelne, kleine Basisstationen, die in Großstädten für zusätzliche Kapazitäten sorgten, könnten allerdings sofort ausfallen. Bei den Telekommunikationsunternehmen O2 und E-Plus seien die Basisstationen akkugepuffert und liefen damit rund zwei Stunden weiter. Neue Basisstationen rüste O2 mit Brennstoffzellen aus. Die nächst höhere Ebene des Base Station Controller (BSC) sei auf einen netzunabhängiger Betrieb von vier bis sechs Stunden ausgelegt, die zentralen Vermittlungsstellen (auch zu den anderen Netzen über die MSC) seien mit Notstromdiesel für mehrere Tage eingerichtet. Droht der Ausfall einer strategisch wichtigen Basisstation, wolle man diese mit mobilen Generatoren versorgen.

Auszug von Seite 42

Satellitenfunk

Satellitentelefone, z. B. über das Inmarsatsystem, die heute auch als mobile Handgeräte angeboten werden und mehrere Tage Stand-by-Betrieb und mehrere Stunden Gesprächszeit bieten, sind ein möglicher Ersatz für Sprach- und Datendienste im hier zugrundegelegten Katastrophenfall. Sie ermöglichen eine Kommunikation zwischen Satellitentelefonen, aber auch zu - erreichbaren - Festnetz- und Mobilfunkteilnehmern. Die Verbindung wird allerdings ebenfalls über eine Bodenstation vermittelt, die stromversorgt sein muss. Sollte die deutsche Bodenstation nicht mehr mit Strom versorgt werden können, könnte deren Funktion eine andere Bodenstation im Ausland übernehmen. Eine gewisse technische Einschränkung besteht darin, dass das Telefon freie "Sicht" zum Satelliten haben muss. Dies ist z. B. in engen Hochgebirgstälern nicht immer gegeben (Jost 2005, S. 29). Aufgrund der hohen Kosten für die Beschaffung und den Betrieb eines Satellitentelefons stellt diese Kommunikationsmöglichkeit keine Alternative für einen breiten Einsatz im Krisenfall dar.

Auszug von Seite 53

Fazit

In den ersten Stunden kommt es im Straßenverkehr aufgrund ausgefallener Ampeln, Beleuchtung und Verkehrsleitsysteme sowie des erhöhten Verkehrsaufkommens zu vielen Unfällen mit Verletzten und Todesopfern. Straßen sind verstopft, zahlreiche Kreuzungen sind blockiert. Es gibt Lieferengpässe und Schwierigkeiten bei der Auslieferung von Gütern aller Art. Vereinzelt kann es zu panikartigen Reaktionen kommen (z. B. bei Stau in einem Tunnel, in dem das Licht ausgegangen ist). Generell ist aber anzunehmen, dass die Bevölkerung zunächst gefasst reagiert, auch weil man mit einem baldigen Ende des Stromausfalls rechnet (EBP 2010, S. 103). Danach passt sich die Bevölkerung aktiv an die neue Situation an. Man weicht auf alternative Verkehrsmittel aus, bildet Fahrgemeinschaften und lässt sich Güter, z. T. auch Treibstoff, aus nichtbetroffenen Gebieten bringen. Mit der Fortdauer des Stromausfalls wird die Nutzung von Verkehrsmitteln zunehmend eingeschränkt. Die meisten Tankstellen fallen dauerhaft aus. MIV entsteht in der ersten Woche hauptsächlich noch dadurch, dass Personen von außerhalb in das betroffene Gebiet fahren und Verwandte und Bekannte mit dem Nötigsten versorgen oder diese abholen. An den Rändern des betroffenen Gebiets liegende Tankstellen mit Stromversorgung werden verstärkt frequentiert. Durch den Ausfall von Bussen und Straßenbahnen, vor allem durch die Einschränkungen im MIV, ist die Grundmobilität zunehmend eingeschränkt. Tiefgaragen werden nach einigen Tagen geschlossen. Tunnel, deren Sicherheit (vor allem Belüftung) nicht gewährleistet ist, werden zunächst geschlossen. Wenn absehbar ist, dass der Stromausfall länger andauert und die Tunnel nötig sind, um zentrale Verkehrs- und Versorgungsachsen offen zu halten, werden sie geöffnet und abgesichert. Aufgrund der teilweise chaotischen Phase in den ersten Stunden gelangen auf der Straße transportierte Güter z. T. nur verzögert an ihr Ziel. Kommen diese doch an, gibt es Probleme mit Entladung und Lagerung, da Infrastrukturen wie Schleusen, Laderampen, Rolltore oder Kühlhäuser ausgefallen sind. Solange nicht klar ist, dass es sich um einen langanhaltenden Stromausfall handelt, werden die für den Straßenverkehr verantwortlichen Unternehmen, wie z. B. städtische Verkehrsbetriebe, versuchen, die entstandenen Probleme eigenständig zu lösen. Lkw sowie Zugfahrzeuge kommen in den ersten Tagen zum Einsatz, um liegengebliebene Straßenbahnen und Elektrobusse abzuschleppen. Für einen rudimentären Notfahrplan beim ÖPNV stehen Dieselbusse zur Verfügung. Diese in Betrieb zu halten, gelingt nur, wenn auch die Versorgung mit dem entsprechenden Treibstoff sichergestellt ist.

Auszug von Seite 105

1. Informationstechnik und Telekommunikation

Der Sektor "Informationstechnik und Telekommunikation" (IT/TK) wird durch einen Stromausfall massiv beeinträchtigt. Bereits nach kurzer Zeit sind Festnetz- undMobiltelefonie, die Nutzung des Internets sowie zum Teil auch der Rundfunkempfang nicht mehr möglich. Auch satellitengestützte Telefone können nur so lange betrieben werden, wie der Energiespeicher der Endgeräte reicht. Lediglich an den Rändern des vom Stromausfall betroffenen Gebiets ist eine Einwahl in die Mobilfunknetze noch möglich. Bereits in den ersten Tagen zeigt sich, dass das für einen Katastrophenfall vorgesehene und gesetzlich geforderte Mindestangebot an Telekommunikationsleistungen durch die TK-Anbieter nicht erbracht werden kann. Die für zentrale Kommunikationseinrichtungen vorgehaltenen Reservekapazitäten wie USV und NSA sind nach wenigen Stunden oder Tagen erschöpft bzw. aufgrund ausgefallener Endgeräte wirkungslos.

Verletzbarkeit und Bewältigungskapazitäten

Zwar können in den verschiedenen Teilsektoren einzelne Infrastrukturelemente (z. B. Endgeräte, Netze, Vermittlungsstellen) eine gewisse Zeit überbrücken. Diese sind jedoch nicht aufeinander abgestimmt, sodass die Durchhaltefähigkeit einer Infrastruktur vom jeweils schwächsten Glied bestimmt wird:

  • Im Bereich der Festnetztelefonie sind Fernvermittlungsstellen mit Notstromkapazitäten bis zu einigen Tagen ausgestattet, die jedoch aufgrund des Ausfalls untergeordneter Vermittlungsstellen und der Endgeräte wirkungslos bleiben.
  • Demgegenüber könnten die Endgeräte des Mobilfunks durch entsprechende Nutzung über mehrere Tage bis zu einigen Wochen eingesetzt werden und auch die zentralen Vermittlungsstellen wären für einige Tage betriebsfähig. Als Schwachpunkt dieser Infrastruktur erweisen sich die Basisstationen, die bedingt durch das erhöhte Gesprächsaufkommen nur wenige Minuten bis Stunden weiterarbeiten können.
  • Deutlich robuster ist die Satellitentelefonie, die je nach Kapazität und Nutzung der Endgeräte eine Kommunikation für Stunden bis Tage erlaubt. Allerdings ist die Verbreitung von Satellitentelefonen eher gering und damit für die Aufrechterhaltung der allgemeinen Kommunikation von geringer Bedeutung.
  • Das Internet wird über das gut abgesicherte Fernübertragungsnetz betrieben. Eine Einwahl ist aber aufgrund der strombasierten End- und Zugangsgeräte nur bedingt und höchstens für kurze Zeit möglich, wenn mobile Computer oder Smartphones funktionierende Ortsvermittlungsstellen bzw. Basisstationen anwählen können.
  • Die Sendeanstalten des Rundfunks haben aufgrund ihres gesetzlichen Versorgungsauftrags für Notfallkommunikation und -information vorgesorgt und können über mehrere Tage weiterarbeiten. Jedoch fallen Fernsehgeräte sofort aus, sodass das (batteriebetriebene) Radio als Empfangsgerät verbleibt. Diese sind millionenfach vorhanden und können prinzipiell Stunden bis Wochen (z. B. Autoradio) empfangsbereit bleiben.
  • Printmedien sind trotz vorhandener NSA in den Druckereien aufgrund der logistischen Herausforderungen und der Einschränkungen der redaktionellen Arbeit nur sehr begrenzt für Informations- und Kommunikationszwecke einsetzbar.

Damit entfällt innerhalb sehr kurzer Zeit für die Bevölkerung die Möglichkeit zur aktiven und dialogischen Kommunikation. Die Netzwerkstruktur von vielen mit Strom betriebenen Netzwerkknoten, Vermittlungsstellen und Funkantennen der Festnetz- und Mobiltelefonie sowie des Internets macht ihre flächendeckende Wiederinbetriebnahme praktisch unmöglich, da Tausende von Batteriespeichern bzw. Treibstofftanks versorgt werden müssten. Allenfalls an den Rändern des vom Stromausfall betroffenen Gebiets ist eine teilweise Reaktivierung einzelner Infrastrukturelemente denkbar. Darüber hinaus betrifft der Ausfall der Kommunikationsinfrastrukturen auch die Behörden und Einsatzkräfte, die verbleibende Möglichkeiten zur Kommunikation prioritär in Anspruch nehmen.

Auszug von Seite 113

Private Sicherheitspartner

Die Aufgabe eines gutkoordinierten Notfall- und Krisenmanagements wird noch komplexer dadurch, dass relevante nichtbehördliche Akteure einbezogen werden müssen. Dazu zählen neben den EVU weitere Unternehmen, beispielsweise die Informations- und Kommunikationsunternehmen, die Lebensmittelwirtschaft oder das Sicherheitsgewerbe. Bei der Entwicklung von praktikablen Konzepten ist die Vielzahl und Heterogenität der Betreiber Kritischer Infrastrukturen und weiterer Unternehmen und Einrichtungen zu beachten. So sind im Bereich der Stromversorgung etwa 1 100 Anbieter, im Sektor "Wasserinfrastruktursysteme" 6 200 Versorger und 6 900 Entsorger sowie im Sektor "IT/TK" 3 000 Anbieter von Telekommunikationsleistungen zu verzeichnen. Diese Unternehmen sind äußerst heterogen. Sie operieren teils lokal, teils national oder international. Auch sind sie hinsichtlich ihrer Kompetenzen und Kapazitäten bezüglich der Katastrophenbewältigung ganz unterschiedlich einzuschätzen. Deshalb ist zu vermuten, dass noch weiterer Optimierungsbedarf bei der Gewinnung von privaten Sicherheitspartnern auf Kreis- und Landesebene besteht (Hiete et al. 2010, D 25), um die private und behördliche Katastrophenprävention und -bewältigung besser zu vernetzen. Hier ist auch an private Sicherheitsdienstleister zu denken, die sich mittlerweile als ein wesentliches Element der Sicherheitsarchitektur in Deutschland etabliert haben. Sie sind für die Sicherheit von Flughäfen und Bahnhöfen ebenso zuständig wie für die von kerntechnischen Anlagen und Einkaufszentren. Faktisch gibt es bereits jetzt teilweise eine enge Zusammenarbeit zwischen privaten Sicherheitsdiensten und der Polizei (Schönbohm 2010, S. 51). Da damit zu rechnen ist, dass sich die Einsatzfelder privater Dienstleister weiter ausdehnen, wäre zu klären, inwieweit es rechtlich, technisch und organisatorisch möglich ist, für den Katastrophenfall Voraussetzungen für eine funktionierende öffentlich-private Sicherheitspartnerschaft zu schaffen.

Auszug von Seite 114

Die Krisenstäbe vor Ort hätten auch die Option, auf mobile, stromnetzunabhängige Funkstationen zurückzugreifen. Die Telekommunikationsunternehmen sowie THW und Bundeswehr verfügen über eine Netzersatzausstattung, mit der sie in der Lage sind, im Krisenfall Sprach- und Datendienste zu etablieren sowie mit NSA zu versorgen. Es handelt sich dabei z. B. um mobile Richtfunkantennen, die gegebenenfalls auch W-Lan- und ISDN-fähig sind. Die Kapazitäten z. B. des THW sind aber diesbezüglich begrenzt und nicht darauf ausgerichtet, in einer größeren Region für einen breiten Nutzerkreis Sprach- und Datendienste einzurichten. Gedacht sind sie in erster Linie für die Kommunikation der Krisenstäbe und Einsatzleitungen. Welche Kapazitäten bei den Telekommunikationsunternehmen vorhanden sind, ist nicht bekannt. Zudem dürfte ihre Bereitstellung mit logistischen Problemen verbunden sein. Selbst wenn es gelänge, frühzeitig ein Ersatznetz zu errichten, müssten die Akkus der Endgeräte regelmäßig getauscht oder geladen werden.

Auszug von Seite 116

10. Krisenkommunikation ohne Strom

Einer dialogischen Krisenkommunikation zwischen Behörden und Bevölkerung wird durch die Ausfälle im Sektor "Informationstechnik und Telekommunikation" weitgehend der Boden entzogen. Da die rudimentär verbleibenden oder wieder aufgebauten Kommunikationsmöglichkeiten von den Behörden zur unmittelbaren Schadensbehebung und Katastrophenbewältigung beansprucht werden, sind Information der und Kommunikation mit der Bevölkerung überwiegend auf örtliche batteriegestützte Warnsysteme (z. B. Sirenen, die Sprachdurchsagen ermöglichen), Radiomeldungen, Verteilung von Flugblättern, persönliche Ansprache sowie durch Lautsprecherwagen übermittelte Nachrichten beschränkt. Radiosender verfügen über eine gewisse Notstromkapazität. Da sie sich auch zur Ausstrahlung von Warndurchsagen und Informationen über das satellitengestützte Warnsystem des Bundes SatWaS eignen,132 versuchen die Behörden, ausgewählte Sendestationen als Mittel der Krisenkommunikation mit Treibstoff zu versorgen. Eingerichtete Anlaufstellen, wie Bürgermeisterämter, Feuerwehrhäuser oder Gemeindehallen, können sich - wie Erfahrungen zeigen - zu Knotenpunkten der Informationsverteilung entwickeln (z. B. Deverell 2003; Scholtens et al. 2008). Hier ist zumeist ein Radio vorhanden, können Aushänge gemacht werden und stehen Ansprechpartner für eine Vielzahl von Personen, die sich hier einfänden, bereit. Es ist aber offensichtlich, dass eine solch fragmentierte (Einweg-)Kommunikation den üblicherweise in der Literatur und in Leitfäden genannten Ansprüchen an eine "kontinuierlich koordinierte" Krisenkommunikation (BBK 2008a, S. 147) nicht gerecht werden kann. Fällt die strombasierte Kommunikation so weitgehend aus wie beschrieben, wird es äußerst schwierig, ohne wie selbstverständlich funktionierende Kommunikationskanäle, lokal, regional oder gar national Glaubwürdigkeit zu vermitteln und Vertrauen zu schaffen - also wichtigen Grundbedingungen der Krisenkommunikation gerecht zu werden. Wie aber "Aushilfe für diesen Fall" (BBK 2008a, S. 147) vorbereitet und wie alternative stromlose Kommunikation zielgruppengerecht realisiert werden können, wird selten thematisiert. Hier besteht Bedarf an konzeptionellen und praxisfähigen Überlegungen, wie eine nichtstrombasierte Krisenkommunikation gestaltbar sein könnte.

Antwort auf/zuklappen 1.14 Neue Strategie zum Schutz der Bevölkerung

Quelle: Bundamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

Schriftreihe Wissenschafts-Forum Band 4

Auszug von Seite 23

Darüber hinaus muss festgestellt werden, dass im Zivil- und Katastrophenschutzschutz in den vergangenen Jahren die enormen Fortschritte von Wissenschaft, Forschung- und Technik, vor allem im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien sowie im Bereich von Detektions- und Analyseverfahren, nur unzureichend berücksichtigt wurden. Gleiches gilt für die versäumte Einführung moderner Planungs- und Managementmethoden aufgrund finanzieller Überlegungen, die jedoch für eine klassische administrative und operative Querschnittsaufgabe und deren effektiver Bewältigung unverzichtbar sind...

Auszug von Seite 37

- besonders ausgebildete und ausgerüstete Einsatzpotentiale, z.B. für Detektions- und Analysezwecke bei biologischen Gefahren u.a. (siehe Task Force)

- besondere Einsatztaktiken bei besonderen Gefahrenlagen (siehe spezielle Ausrüstung und Ausstattung sowie Helferschutz)

- effektive vertikale und horizontale Kooperationen zahlreicher Behörden und Institutionen (siehe Krisenkommunikationsmanagement, Sicherheitsausschüsse)

- zielgerichtete Koordination der Maßnahmen (siehe gemeinsame Lage- und Meldezentrale)

- sicheren Umgang mit der Bevölkerung (siehe Warnung, Information, Selbstschutz- und Selbsthilfefähigkeit).

Auszug von Seite 40

Allerdings fehlt derzeit nicht nur ein flächendeckendes Warnsystem, sondern auch ein auf wissenschaftlichen Erkenntnissen aufgebautes Informations- und Kommunikationsmanagement vor, während und nach besonderen Gefahren- und Schadenlagen, das hinsichtlich der Bevölkerung mit wichtigen Sachinformationen und Verhaltensweisen aufwartet, über eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung verfügt und für die Bürger unabhängig von Alter, Schichtzugehörigkeit oder Berufsgruppe schnell und zielgerichtet nutzbar ist.

Auszug von Seite 42

Da zahlreiche Probleme auf defizitäre oder überhaupt nicht vorhandene Kommunikationsstrukturen zurückzuführen sind, ist der Aufbau und die Pflege einer umfassenden Risiko- und Krisenkommunikation von ganz entscheidender Bedeutung für ein erfolgreiches Gefahrenmanagement bei besonderen bzw. außergewöhnlichen Lagen.

Auszug von Seite 48

Diese generellen Zielsetzungen sind durch die Festlegung von u.a. folgenden Oberzielen zu konkretisieren:

- Sicherstellung schneller und klarer horizontaler und vertikaler Informations- und technischer Kommunikationsstränge durch krisensichere, geschützte Systeme (s. auch "Cyberterrorismus")

- flächendeckend mögliche Alarm-Warnung der Bevölkerung vor Gefahren sowie die gezielte Verhaltensinformation für betroffene Bevölkerungskreise zwecks Selbstschutz, Selbsthilfe, Angst- und Panikprävention

Antwort auf/zuklappen 1.13 Funkausbildung Landkreis Nürnberg Land

...der Funkverkehr der Fahrzeuge, der Feststationen und die Funkalarmierung werden im 4m-Band durchgeführt. In der Regel wird über eine Relaisfunkstelle gearbeitet, um die Reichweite auf den gesamten Funkverkehrskreis (Landkreis), auszudehnen.

Antwort auf/zuklappen 1.12 Schutz Kritischer Infrastrukturen - Risiko- und Krisenmanagement

Quelle: Bundesministerium des Inneren

Der Leitfaden stellt ein Managementkonzept für solche Einrichtungen vor, die von staatlicher Seite als Kritische Infrastrukturen bezeichnet werden. Das Konzept unterstützt die Betreiber Kritischer Infrastrukturen bei der strukturierten Ermittlung von Risiken, der darauf basierenden Umsetzung vorbeugender Maßnahmen sowie dem effektiven und ef?zienten Umgang mit Krisen. Kritische Infrastrukturen werden als „Organisationen und Einrichtungen mit wichtiger Bedeutung für das staatliche Gemeinwesen, bei deren Ausfall oder Beeinträchtigung nachhaltig wirkende Versorgungsengpässe, erhebliche Störungen der öffentlichen Sicherheit oder andere dramatische Folgen eintreten würden“ verstanden.

Seite 24

Checklisten für den Krisenfall erleichtern die Abarbeitung der notwendigen Maßnahmen und verhindern, dass wichtige Aufgaben vergessen werden.

Seite 65f Checkliste

1. Festnetz

1.1 Ist die Telefonanlage über eine unterbrechungsfreie Stromversorgung gesichert?

1.2 Ist die Telefonanlage ebenfalls über ein Notstromaggregat gesichert?

1.3 Wurde eine Vorrangschaltung beantragt?

2. Mobilfunk

2.1 Stehen Mitarbeitern im Krisenfall Mobilfunktelefone zur Verfügung?

3. Funk

3.1 Steht im Unternehmen ein Funksprechsystem für den Krisenfall zur Verfügung?

Seite 68 Checkliste

3.2 Alarmierung

3.2.1 Sind interne und externe Alarmierungs- und Informationsvorgänge klar festgelegt?

3.2.2 Existieren konkrete Handlungsanweisungen für Personen, die in einer Gefahrensituation für die Weitergabe von Meldungen zuständig sind?

3.2.4 Werden interne und externe Alarmierungs und Informationsvorgänge beübt?

Hierzu zählen interne Übungen sowie die Einbindung in Übungen des örtlichen Katastrophenschutzes.

3.2.5 Ist entsprechend den möglichen Auswirkungen von Extremereignissen die Alarmierung festgelegt?

Vereinfachte Festlegung z. B. nach folgenden Kriterien:

1) Auswirkungen bleiben auf einen Teilbereich der Einrichtung beschränkt.

2) Auswirkungen manifestieren sich in der gesamten Einrichtung, bleiben jedoch auf die Einrichtung selbst begrenzt.

3) Auswirkungen betreffen die gesamte Einrichtung sowie die Umgebung/ Region.

4) Auswirkungen betreffen die Einrichtung, die nähere Umgebung sowie überregionale Bereiche.

Seite 67

2.5.5 Liegen Konzepte zur Weiterführung der Krisenstabsfunktion bei Ausfall der Kommunikationssysteme vor?

Antwort auf/zuklappen 1.11 Schutz kritischer Infrastrukturen - Basisschutzkonzept

Quelle: Bundesministerium des Innern

Auszüge, Seite 24

...Für den Katastrophenfall sollten Maßnahmenpläne erstellt und regelmäßig aktualisiert werden (zum Beispiel Telefonlisten, Zuweisung von Verantwortung, Ablaufpläne). Hierzu gehören auch Vorbereitungen für eine funktionierende und effektive Krisenkommunikation...

...Sowohl im Vorfeld möglicher Krisenereignisse als auch besonders nach Eintritt schwerer Schadensfälle mit Bezug zu Kritischen Infrastrukturen kommt einer angemessenen und möglichst effizienten Kommunikation eine herausgehobene Bedeutung zu. Hierzu sollte ein Kommunikationskonzept vorliegen, das beispielsweise folgende Elemente umfasst:

Bereits vor einem niemals gänzlich auszuschließenden Krisenfall müssen geeignete Kommunikationsformen gefunden und gefördert werden, um im Ereignisfall die Medien und die Bevölkerung zu informieren und zu sensibilisieren.

Da ein vollständiger Schutz nie gewährleistet werden kann, kommt auch bereits im Vorfeld den Maßnahmen der außerbetrieblichen Gefahrenabwehr besondere Bedeutung zu. Die hierfür zuständigen Behörden müssen von den Betreibern die erforderlichen Informationen erhalten und die in...

Hier sollte vorab definiert sein, wie im Krisenfall nach innen und nach außen kommuniziert wird, unter besonderer Berücksichtigung der elektronischen Medien (und ihres eventuellen Ausfalls). Es sollte festgelegt werden, wie über E-Mail, Webseiten, klassische und Mobiltelefonie sowie über Funk kommuniziert wird, einschließlich einer Festlegung zentraler Informationsflüsse und Meldewege. Auch der Analyse der (globalen) Medienlage kommt in diesem Zusammenhang besondere Bedeutung zu, denn in vielen Fällen kann die psychologische Wirkung an sich begrenzte Ereignisse dramatisieren.

Seite 42

...Zur Sicherheit berücksichtigen:

  • Planen Sie die Versorgung hilfebedürftiger oder kranker Personen. Organisieren Sie die Möglichkeit rechtzeitiger "Evakuierung" zu Verwandten oder Freunden außerhalb der Gefahrenzone.
  • Im Gefahrenfall können Festnetztelefon und auch Mobilfunknetz ausfallen, sprechen Sie daher mit Nachbarn und Feuerwehr Not- und Gefahrenzeichen ab.

Ab Seite 31 ist eine Checkliste Basisschutz aufgelistet:

  • Gibt es eine Krisenkommunikation (Information an Beschäftigte, Ansprechpartner für Behörden und Medien)?
  • Gibt es eine so genannte Katastrophenschaltung (Vorrangschaltung für Telekommunikation)?
Antwort auf/zuklappen 1.10 Verstärkte europäische Katastrophenabwehr

Quelle: Bundesrat Drucksache 701/10 vom 03.11.10 Unterrichtung durch die Europäische Kommission

Auszug:

Punkt 6 "Eine sichtbarere Katastrophenabwehr"

Die Sichtbarkeit der EU ist kein Selbstzweck. Die Öffentlichkeit der EU hat ein Recht auf genaue, umfassende Informationen über die Reaktion der EU auf Katastrophen. Die EU ist derzeit der weltweit größte Geber von humanitärer Hilfe, doch sind ihre Hilfsmaßnahmen trotz ihrer anerkannten Wirksamkeit nicht immer sichtbar für die EU-Bürger, die begünstigten Entwicklungsländer oder die internationalen Partner der EU. Dadurch werden im Zeitalter der Globalisierung die Glaubwürdigkeit und die Verhandlungsposition der EU auf internationaler Ebene erheblich geschwächt. Auch für die Kommunikation muss daher ein wirksames Konzept der Szenarioplanung entwickelt werden. Gemeinsam mit den Mitgliedstaaten müssen die EU-Institutionen eine Kommunikationsstrategie entwickeln, die die Sichtbarkeit der EU-Katastrophenabwehr verbessern wird.

Antwort auf/zuklappen 1.9 Sichere Städte und Gemeinden

Quelle: www.dstgb.de Sichere Städte und Gemeinden Stand 05/2006

Seite 7

In Deutschland werden die kritischen Infrastrukturen in folgende Sektoren eingeteilt:

...tung zu. Gleichzeitig bringt die bereits vorhandene bzw. weiter rasch fortschreitende Internationalisierung der Energie- und Telekommunikationsmärkte, aber auch an- derer Wirtschaftszweige weitere Risiken mit sich, wie vor allem die Blackouts in Skandinavien und Südeuropa 2003 gezeigt haben. Gleiches gilt für die Privatisierung und Par...

Auszug, Seite 26

Funktionsfähige Kommunikationsmittel sind der Grund­stein einer effektiven Aufgabenbearbeitung. Stehen diese Mittel nicht mehr zur Verfügung, wird die Aufgabenbe­arbeitung erheblich eingeschränkt oder kommt sogar ganz zum Erliegen. Zur Aufrechterhaltung des Betriebes sind daher konzeptionelle Überlegungen zur Sicherung der Kommunikationswege erforderlich. Darüber hinaus müssen Konzepte, die einen Betrieb auch mit erheblich eingeschränkten technischen Kommunikationsmöglich­keiten zulassen, erarbeitet und regelmäßig geübt werden.

Im Einzelnen können u.a. folgende Maßnahmen ergriffen werden:

Von einem Stromausfall müssen das Mobilfunknetz und das Telefonfestnetz (zunächst) nicht betroffen sein. Neben Mobiltelefonen sind in diesem Fall Endgeräte hilfreich, die für das Festnetz keine eigene Stromversor­gung benötigen bzw. eine ausreichende Notstromver­sorgung der Telefonanlage.

Der BOS-Funk funktioniert auch bei einem Stromaus­fall. Die Umsetzer für das BOS-Netz sind im Regelfall über eine Batteriepufferung (mind. 3-8 Stunden) Not­strom-versorgt. Zusätzlich sollten die Umsetzer-Statio­nen mit Anschalte-Möglichkeiten für Stromaggregate ausgestattet sein. Bei einem Ausfall des BOS-Funks können ggf. Amateurfunker Meldeköpfe bilden. Sie könnten z.B. Verbindungen aus dem Ereignisgebiet zur Leitstelle aufrechterhalten (z.B. Notruffunktion) und so die Einsatzkräfte entlasten. Hierzu sollten im Vorfeld entsprechende Vereinbarungen mit Amateurfunkern getroffen werden.

Antwort auf/zuklappen 1.8 EU Empfehlung kritische Infrastrukturen

Quelle: Bundesrat Drucksache 575/05 vom 11.07.05 Unterrichtung durch das Europäische Parlament Auszug, Seite 4

...dass letztendlich Eigner und Betreiber die Verantwortung für das Risikomanagement innerhalb von Betriebsanlagen, Versorgungswegen, Informationstechnologien sowie Kommunikationsnetzen tragen, die für den täglichen Betrieb dieser Infrastrukturen zuständig sind...

Antwort auf/zuklappen 1.7 Einsatztaktik ABC-Version

Quelle: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

Auszug, Seite 3

Weiterhin sind Schutzausrüstung für die Besatzung, ein Satz mit Kennzeichnungstafeln für kontaminiertes Gelände, ein Handwettermesssatz, eine handbetriebene Dekontaminationsspritze, eine Durchsageeinrichtung und Funkausstattung (2m und 4m Band) vorhanden.

Auszug, Seite 10 ff

..rechnergestützte Lagedarstellungseinheit (Visualisierung der Messdaten und ihres zeitlichen und örtlichen Verlaufs)

  • Funkausstattung mit zwei Kanälen (Führungs- und Arbeitskanal)
  • Möglichkeit der drahtgebundenen Kommunikation zur übergeordneten Führungsebene
  • zusätzliches Softwaremodul...
Antwort auf/zuklappen 1.6 DV 100

Quelle: Ständige Konferenz für Katastrophenvorsorge und Katastrophenschutzes

Führung und Leitung im Einsatz -> Führungssystem

Seite 70ff, Punkt 8

Die wichtigsten Führungsmittel sind die Kommunikationsmittel. Sie bieten vielfältige Möglichkeiten der Informationsübertragung...

Drahtgebundene Kommunikation sind grundsätzlich zu verwenden...

Sprechfunkverbindungen haben folgende Vorteile:

  • Schnelle Betriebsbereitschaft bei geringem Personalaufwand
  • Übertragung von Informationen währen der Bewegung zu Lande, zu Wasser und in der Luft; damit schneller Standortwechsel möglich,
  • weitgehende Unabhängigkeit vom Gelände,
  • Überbrückung größerer Entfernungen durch Einsatz von Relaisfunkstellen,
  • durch Rundumstrahlung gleichzeitige Informationsübertragung an mehrere Empfänger

Fernsprechverbindungen können auch über Mobilfunktelefonenetze privater Netzbetreiber hergestellt werden. Sie haben folgende Vorteile:

...

Demgegenüber stehen folgende Nachteile

  • Bei Großschadenlagen ist eine Netzüberlastung zu erwarten, sofern keine Bevorrechtigung für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben geschaltet ist.
  • Die Geräte in der Regel nicht für die speziellen Anforderung(zum Beispiel Spritzwasserschutz, einheitliche Bedienbarkeit) im Einsatz ausgerüstet.
Antwort auf/zuklappen 1.5 Bevölkerungsschutz

Quelle: BBK. Dr. Alexander Fekete, Bevölkerungsschutz 3/2010

Auszug:

...Die Stromversorgung durchdringt beispielsweise eine derartige Fülle von Bereichen, dass ein Ausfall zu oft überraschenden und unvorhergesehenen Effekten führt. Beispielsweise sind die Wasserpumpen der häuslichen Wasserversorgung, Bankautomaten, Supermarktkassen, und natürlich das Internet und nach einer gewissen Pufferzeit auch die Mobilfunkversorgung von einem Stromausfall betroffen. Auch das Notfall und Rettungswesen stellt ein großflächiger...

Antwort auf/zuklappen 1.4 Basisschutzkonzept kritischer Infrastrukturen

Quelle: Bundesministerium des Innern

Auszug, Seite 6

So besteht für eine Reihe von Betreibern die Verpflichtung des Vorstandes nach § 91 Absatz 2 Aktiengesetz (AktG), geeignete Maßnahmen zu treffen und Überwachungssysteme etwa ein Risikomanagementsystem aufzubauen, um den Fortbestand der die Gesellschaft gefährdenden Entwicklungen früh zu erkennen. Zu derartigen Entwicklungen zählen neben risikobehafteten Geschäften und Verstößen gegen gesetzliche Vorschriften auch Gefährdungen durch Naturereignisse oder Terrorakte, die erheblichen Einfluss auf den Fortbestand der Unternehmung haben können. Nicht zuletzt mit der Eigenkapitalvereinbarung Basel II und den beschlossenen Standards zur Vergabe von Krediten treten Fragen der Einschätzung und Bewertung unternehmerischer Risiken stärker in den Vordergrund.

Auszug, Seite 15

Durch Extremwetterlagen besonders gefährdete Bereiche Sturm- und Sturzfluten können die Zerstörung ganzer Gebäude und Anlagen hervorrufen. Zu den besonders gefährdeten Bereichen gehören neben den Netzen insbesondere auch Gebäude, Produktions-, Gewinnungs- und Verarbeitungsanlagen sowie nicht elektronische Datenbestände. Langsam abfließende Hochwasser führen hauptsächlich zu Schäden in tiefer gelegenen Gebäudebereichen (Untergeschoss, Erdgeschoss). Da Schäden durch Wassereinwirkung in der Regel Netzausfälle verursachen, sind die Informations- und Kommunikationstechnik, die (betriebsinterne) Stromversorgung sowie Versorgungs- und sonstige Leitungsnetze besonders gefährdet. Außerhalb der Überschwemmungsgebiete können diese Schäden durch steigenden Grundwasserspiegel hervorgerufen werden. Unabhängig von ihrer Lage sind grundsätzlich alle Gebäude und Anlagen Stürmen ausgesetzt, besonders gefährdet sind aber Gebäude und Anlagen an exponierter Stelle (Berge, Hügel, Bergkämme, Windschneisen) sowie Gebäude und Anlagen, die dem Sturm Angriffsflächen bieten.

Auszug, Seite 24 ff, Punkt 3.4.2

Risiko- und Krisenkommunikation

Sowohl im Vorfeld möglicher Krisenereignisse als auch besonders nach Eintritt schwerer Schadensfälle mit Bezug zu Kritischen Infrastrukturen kommt einer angemessenen und möglichst effizienten Kommunikation eine herausgehobene Bedeutung zu. Hierzu sollte ein Kommunikationskonzept vorliegen, das beispielsweise folgende Elemente umfasst: Bereits vor einem niemals gänzlich auszuschließenden Krisenfall müssen geeignete Kommunikationsformen gefunden und gefördert werden, um im Ereignisfall die Medien und die Bevölkerung zu informieren und zu sensibilisieren.

Da ein vollständiger Schutz nie gewährleistet werden kann, kommt auch bereits im Vorfeld den Maßnahmen der außerbetrieblichen Gefahrenabwehr besondere Bedeutung zu. Die hierfür zuständigen Behörden müssen von den Betreibern die erforderlichen Informationen erhalten und die in ihrer Zuständigkeit liegenden Maßnahmen treffen. Die für die Einschätzung der Gefährdungssituation durch die Betreiber und die Behörden erforderlichen Informationen müssen zu einem erheblichen Teil aufgrund der Vorschriften zum Sicherheitsbericht (§ 9 StörfallV) sowie zu den Alarm und Gefahrenabwehrplänen (§ 10 StörfallV, Landesgesetze zum Brand- und Katastrophenschutz) vorhanden sein. Für Einrichtungen Kritischer Infrastrukturen, die nicht der Störfallverordnung unterliegen, sollten sie als wesentlicher Bestandteil eines integrativen Sicherungsmanagements in vergleichbarer Weise erhoben und dokumentiert werden.

Im Krisenfall sind zeitnahes Handeln und Kommunizieren von entscheidender Bedeutung. Dabei müssen der öffentliche und der private Sektor koordiniert und einsatzorientiert reagieren. Hier sollte vorab definiert sein, wie im Krisenfall nach innen und nach außen kommuniziert wird, unter besonderer Berücksichtigung der elektronischen Medien (und ihres eventuellen Ausfalls). Es sollte festgelegt werden, wie über E-Mail, Webseiten, klassische und Mobiltelefonie sowie über Funk kommuniziert wird, einschließlich einer Festlegung zentraler Informationsflüsse und Meldewege.

Auch der Analyse der (globalen) Medienlage kommt in diesem Zusammenhang besondere Bedeutung zu, denn in vielen Fällen kann die psychologische Wirkung an sich begrenzte Ereignisse dramatisieren.

Auszug, Seite 36

Gibt es eine Krisenkommunikation (Information an Beschäftigte, Ansprechpartner für Behörden und Medien)?

Gibt es eine so genannte Katastrophenschaltung (Vorrangschaltung für Telekommunikation)?

Liegt das Sicherheitsmanagement ausschließlich in der Hand des Unternehmens?

Wenn nein, erfüllen die Vertragspartner/externen Sicherheitsdienstleister DIN 77200 Stufe 3? Hat sich dies aus Sicht der Unternehmensführung bewährt?

Bestehen Vereinbarungen zwischen Unternehmen und Sicherheitsdienstleistern (Vertragsgestaltung, praktische Zusammenarbeit, Zuständigkeiten im Krisenfall)?

Antwort auf/zuklappen 1.3 Rechnergestützte Einsatzlenkungssysteme

Das folgende Bild zeigt als Beispiel ein rechnergestütztes Einsatzlenkungssystem für die Alarmierung der Berufsfeuerwehr einer deutschen Großstadt. Es handelt sich um ein System, das aus unterschiedlichen analogen und digitalen Komponenten einschließlich umfangreicher Sende- und Empfangsanlagen besteht. Im Einzelnen zählen dazu der Einsatzleitrechner (ELR) und das an diesen angeschlossene Text- und Datenübertragungssystem

(TUDUS). Das digitale Alarmierungssystem ist über ein Gateway an das TUDUS angeschlossen. Die Alarmmeldungen werden sowohl leitungsgebunden als auch drahtlos an die Einsatzkräfte übermittelt. Bei solch einem System ist es wichtig, dass Alarmmeldungen zuverlässig, reproduzierbar und schnell übermittelt werden, wobei schnell nach dem heutigen Stand der Technik bedeutet, dass die Zeitspanne zwischen dem Auslösen des Alarms und der Benachrichtigung der Einsatzkräfte 60 Sekunden nicht überschreiten sollte. Es handelt sich hier um ein System, das flächen- bzw. raummäßig sehr weit ausgedehnt ist. Der Einsatzleitrechner, das TUDUS und das digitale Alarmierungssystem sind über mehrere Stockwerke eines Gebäudes verteilt. Dazu kommen die über das gesamte Stadtgebiet verteilten Sende- und Empfangsanlagen, die teilweise über Kabelverbindungen mit den Alarmumsetzern und Alarmgebern verbunden sind. Zusätzlich werden die Mitglieder der an der Peripherie der Großstadt existierenden Freiwilligen Feuerwehren, nicht in der Feuerwache befindliches Personal der Berufsfeuerwehr sowie Rettungswagen über sogenannte digitale Meldeempfänger alarmiert.

Zunächst muss die Netzstruktur des Gesamtsystems so ausgelegt werden, dass diese maximale Zeit zwischen dem Auslösen des Alarms und der Benachrichtigung der Einsatzkräfte nicht überschritten wird und diese Zeiten reproduzierbar eingehalten werden. In einem weiteren Schritt muss durch eine umfassende EMV-Analyse festgestellt werden, wo die Schwachstellen für eine elektromagnetische Störbeeinflussung und die möglichen

Einkoppelpunkte bzw. -pfade für elektromagnetische Störsignale liegen. Im Rahmen dieser Analyse müssen berücksichtigt werden:

 

  • LEMP- und NEMP-Einkopplungen in Leitungen sowie in die Sende- und Empfangsanlagen dieses Systems,
  • die eingebundenen Energieversorgungssysteme (Netzversorgungssysteme einschließlich der unterbrechungsfreien Stromversorgungseinrichtungen, USV) für die Speisung der Komponenten des gesamten Systems.

Auszug ab Seite 203 ff

Vor-Ort-Team

Für die am Einsatzort tätige Gruppe ist das folgende Material bereit zu stellen, das für den Transport per Hubschrauber und für den Einsatz unter extremer Belastung von Mensch und Gerät optimiert sein muß:

 

  • Monitoring und Analytik:
  • Gefahrstoff-Detektoren-Arrays, GC/MS-Systeme, FTIR-Fernerkundung,
  • Geräte zur anorganischen Analytik in Löschwasser
  • Schutzbekleidung und Atemschutzausstattung
  • Kommunikationsmittel, Datenfernübertragung
  • Hubschrauber als Transportmittel

Das Personal in der mobilen Schnelleinsatztruppe, bestehend aus drei Personen, wird ebenfalls mit dem Hubschrauber zum Einsatzort transportiert. Es besteht aus einem Einsatzleiter aus dem Feuerwehrdienst, der neben der Organisation des Einsatzes zuständig ist für die Kommunikation mit der Expertengruppe, sowie für die Bedienung der Ausbreitungsrechenmodelle und Datenbanken.

Außerdem gehören ein Chemiker, zuständig für die Analytik, und ein Notfallmediziner zu dem Team. Über Telekommunikation steht das Vor-Ort- Team im ständigen Kontakt zur Expertengruppe.

Antwort auf/zuklappen 1.2 Technologien für Warnsysteme

Auszug:

Die analogen Funknetze für Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr sind in ganz Deutschland auf lokaler und teilweise auf regionaler Ebene eingeführt

Im Rahmen der Bevölkerungswarnung sind sie nur für die Funksteuerung der Sirenen von Bedeutung (siehe Abs. 4.1).

Seite 25 ff, Punkt 6 Technologie für Warnsysteme

Das Auffinden, die Untersuchung und Bewertung der für ein zukünftiges Warnsystem geeigneten Technologien und Systeme bildeten den Schwerpunkt des Forschungsvorhabens. Technologie wird dabei als übergeordneter

Spartenbegriff für eingeführte und geplante Systeme verwendet.

Punkt 6.1 Auswahl möglicher Systeme

Die systematische Suche nach Technologien und Systemen, die möglicherweise für die Mitbenutzung in Bevölkerungs-Warnsystemen geeignet sind, begann bei denjenigen technischen Systemen, die bereits heute der Bevölkerung zu Hause, am Arbeitsplatz, bei Organisationen, unterwegs und in der Freizeit zur Kommunikation und Information zur Verfügung stehen.

Bild 6-1, Seite 26 zeigt schematisch die Endgeräte der wichtigsten Systeme. Es sind dies je nach Aufenthaltsbereich:

  • Festnetzanschluss für Telefon, Fax, Daten, Internet, analog oder digital
  • Breitband-Kabelanschluss für Rundfunk, Daten, Internet, Multimedia
  • Terrestrischer Rundfunk in verschiedenen Frequenzbereichen, auch mit RDS, später DAB
  • Satellitenrundfunk, Internet über Satellit, Satelliten-Multimedia
  • Mobilfunk für Sprache, Daten, Internet (GSM, später UMTS), Funkruf,
  • Bündelfunk, Betriebsfunk
  • Langwellenempfang zur Steuerung von Funkuhren
  • Langwellenempfang zur Steuerung der Stromzähler (Funk-Rundsteuerung)
  • Stromanschluss mit Steuerung der Stromversorgung (leitungsgebundene
  • Rundsteuerung) sowie möglicherweise zukünftig Datenübertragung und
  • Internetanschluss
  • Versorgungsanschlüsse (Wasser, Abwasser, Fernwärme, Gas), eventuell
  • mit Funk-Fernablesung
  • Hausanlagen (Klingel, Haussprechanlage, Haus-Managementsystem, Gebäudewarnsystem)
  • Geschlossene Netze für Datenverbund mit anderen Standorten (Verwaltungsnetze)
  • Interne Warnanlagen (z.B. Sirenen) oder Informationsanlagen (Lautsprecher),
  • TK-Anlage, Intranet
  • Akustische Schnittstelle (Ohr) für Sirenen, Lautsprecher
  • Die genannten Systeme bieten bereits gute Ansatzpunkte für die Bevölkerungswarnung.
  • Anmerkung von Claus-Martin Trojok von Swissphone: Daraus lassen sich die Kommunikationsanforderungen für den Industriekunden ableiten!

 

Antwort auf/zuklappen 1.1 Reale Organisationsdefizite

Quelle: Zivilschutzforschung Band 51, Kap. 5.3, Seite 69 ff

Im Kapitel 5.3 sind anhand von einer Matrix festgestellte Kommunikationsabhängigkeiten ( k ) an den vorgestellten Szenarien erkennbar:

Auf der Grundlage unseres Modells haben wir folgende empirische Matrix der Akteure im deutschen Katastrophenschutz ermittelt, die bereits für sich genommen spezifische Strukturmängel aufdeckt. Doch zunächst einige Erläuterungen zu den Aufgaben der Matrix in Tabelle 14. Die Akteur-Matrix soll im Wesentlichen eine möglichst vollständige Übersicht der bei Katastrophenfällen potenziell Agierenden und eine Darstellung der Beziehungen zwischen ihnen liefern. Die Auflistung der Akteure beginnt mit den Organen des Bundes und endet im Bereich der Öffentlichkeit. Diese Bereiche bezeichnen wir auch als Positionen, welchen ein bestimmtes Rollenhandeln angemessen ist. Am Kreuzungspunkt von Zeile und Spalte lässt sich jeweils ablesen, ob und ggf. welche Beziehung für das jeweilige Akteurpaar besteht. Hierfür wurden verschiedene Symbole benutzt, deren Bedeutung nachfolgend erklärt wird und die auch in der Fußzeile der Tabelle 14 aufgeführt sind: (à Seite 76)

Fazit (Seite 179)

Wir empfehlen für den Bereich Katastrophen- und Gefahren-Management

Es ist ein Normungsausschuss Einheitlicher Sprachgebrauch im Bereich der Gefahrenabwehr einzurichten, mit dem Ziel, eine moderne, wissenschaftlich-technisch stringente Terminologie für ein zukünftiges Katastrophen- und Gefahren-Management zu entwickeln.

Es ist eine bundeseinheitliche Richtlinie (analog der DV 100 über Management im Katastrophenschutz einschließlich eines Qualitäts-Managements für den Katastrophenschutz zu entwickeln.

(Seite 181)

Die von den in einem Katastrophenfall tätigen Behörden, Hilfsorganisationen und Institutionen benutzten und benötigten Daten (Normative Regelwerke, Aufgaben- und Tätigkeitsbeschreibungen, Adressen Telefon-, Faxnummern, Personal, Qualifikation, Fahrzeuge, Gerät, Material etc.) sind zu definieren und in einer standardisierten relationalen Datenbank zu erfassen.

Kapitel 2: Meldungen und Informationen aus der Presse zum Thema Stromausfall und die Folgen in der Kommunikation.

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Antwort auf/zuklappen 2.32 Vodafone/Kabel Deutschland-Störung auch nach zwölf Stunden noch immer nicht komplett behoben

Quelle: Heise Online vom 01.07.2016

Bis zu 1,8 Millionen Vodafone-Kunden konnten am Donnerstagnachmittag und -abend nicht mehr telefonieren und im Internet surfen oder das internetbasierte Video-on-demand nutzen.

Auch zwölf Stunden, nachdem die ersten Probleme [...] bekannt wurden, sei weiter unklar, wann mit einer Lösung gerechnet werden könne, teilte Vodafone am Freitagmorgen auf Twitter mit.

Antwort auf/zuklappen 2.31 Nach bundesweitem Netzausfall - Telekom behebt massive Netz-Störung

Quelle: tagesschau.de vom 11.06.2016

"Kein Netz" - so wurden am Morgen viele Telekom-Kunden von ihrem Handy begrüßt. Bundesweit fiel das Netz aus. Nun scheint das Problem gelöst.

Antwort auf/zuklappen 2.30 Niederbayern: Mindestens fünf Tote nach Unwettern

Quelle: ZDF Heute Online/AFP vom 02.06.2016

"Weitere rund 25 Menschen seien als vermisst gemeldet worden, hier gehe die Polizei aber eher davon aus, dass sie nicht erreichbar sind, etwa weil das Handynetz zusammengebrochen oder der Akku des Mobiltelefons leer ist."

Antwort auf/zuklappen 2.29 ASTRID Withstands Brussels Terror Attacks

Quelle: RadioResource MissionCritical Communications, 11.04.2016

"The failure of commercial mobile phone networks also led to a considerable surge in radio traffic on the ASTRID network."
"Das Versagen der kommerziellen Mobiltelefonnetze führte zu einem erheblichen Anstieg des Funkverkehrs im ASTRID (TETRA-)Netz."

"'ASTRID did not suffer an outage: the radio, paging and control room systems remained functional at all times,' said Marc De Buyser, ASTRID CEO"
"'Das ASTRID (TETRA-)Sytem ist nicht ausgefallen: Funk-, Paging- und Leitstellensysteme funktionierten die gesamte Zeit,' sagte der Geschäftsführer von ASTRID, Marc De Buyser"

Antwort auf/zuklappen 2.28 Bis zu 400.000 Kunden haben Probleme beim Telefonieren

Quelle: Spiegel Online vom 09.03.2016

"Bei Vodafone ist es am Mittwoch zu erheblichen Netzstörungen gekommen. 'Bundesweite Einschränkungen in unserem Mobilnetz. Unsere Techniker arbeiten mit Hochdruck daran', twitterte Vodafones 24-Stunden-Service am Mittag."

"Am Nachmittag sagte ein Vodafone-Sprecher dann, eine Datenbank in Essen sei ausgefallen."

"Laut Informationen von Vodafone bestand die Störung gegen 16.30 Uhr immer noch. Sie solle aber im Laufe des Mittwochs behoben werden."

Antwort auf/zuklappen 2.27 Orkantief "Niklas" wütet in der Region

Quelle: Traunsteiner Tagblatt vom 31.03.2015

In Nußdorf blieb der Strom bereits ab etwa 15 Uhr für mehrere Stunden weg, rund eine dreiviertel Stunde später gingen auch in Traunstein die Lichter aus. Nach rund einer halben Stunde gab es im Innenstadtbereich wieder Strom, nach und nach dann auch in den Außenbereichen. Am längsten dauerte der Stromausfall in Haslach.

Der Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbandes, Peter Volk, schätzte, dass bis gegen 17 Uhr etwa 500 Feuerwehrler im Einsatz waren – und es ging danach noch weiter. Erschwert wurden die Alarmierungen auch durch den Stromausfall in Traunstein. Zwar verfügt die Integrierte Leitstelle über eine eigene Notstromversorgung, doch die Kommunikation per Telefon war zeitweise nicht möglich. Auch das Telefonieren per Handy ging nur eingeschränkt.

Antwort auf/zuklappen 2.26 Unwetter, Stromausfall – Amateurfunk weiter möglich

Quelle: amateurfunk-im-norden.de vom 10.05.2014

Wie zerbrechlich die öffentliche Infrastruktur auch ohne
Großschadenslage ist, hat ein Unwetter am Abend des 9. Mai in Nordhessen
bewiesen: Gegen 21 Uhr schlug ein Blitz in das Umspannwerk in Vellmar
(bei Kassel) ein und in der Folge waren 35 000 Haushalte ohne Strom.

In manchem Mobilfunknetz waren zwar die Sendemasten nicht
betroffen – die Mobiltelefone zeigten noch volle Netzverbindung an –,
aber Telefonieren war teilweise nicht mehr möglich, weil ihre
infrastrukturelle Anbindung versagte.

Antwort auf/zuklappen 2.25 Stromausfall in VW-Kraftwerk bereitet Autobauer und Stadt Probleme

Quelle: Die Welt vom 08.03.2014

 

Ein Stromausfall im Wolfsburger Volkswagen-Kraftwerk hat am Samstag das Stammwerk des Autobauers, benachbarte Stadtteile sowie den weltweiten Internetauftritt des Konzerns lahmgelegt.

Die Folgen waren weitreichend: In der Fabrik stoppten die Bänder einer Sonderschicht, die am Wochenende lief. Außerdem war auch ein nahe gelegenes Gebiet östlich von Fallersleben mit ungefähr 50 000 Haushalten ohne Strom, wie die Polizei erklärte. Internetauftritte des weltweit zweitgrößten Autobauers waren mehrere Stunden lang nicht zu erreichen - von den USA über Deutschland bis hin nach Australien.

Gegen 14 Uhr - nach rund fünf Stunden Ausfall - berappelten sich die Server, die Online-Seiten waren wieder erreichbar, E-Mails kamen an.

 

 

Antwort auf/zuklappen 2.24 Netzprobleme nach Stromausfall in Essen

Quelle: WAZ vom 16.10.2013

Kein Telefonat, keine SMS, kein mobiles Internet: Die Handys und Smartphones tausender Kunden des Mobilfunkbetreibers O2 waren von Dienstagnachmittag bis hinein in den Mittwochmorgen lahmgelegt. Im Großraum Essen bekam O2 die Probleme sogar erst gegen Mittag wieder in den Griff.

Antwort auf/zuklappen 2.23 Stromausfall legt halb Venezuela lahm

Quelle: Augsburger Allgemeine, Mittwoch den 04.09.2013

Am frühen Dienstagnachmittag fiel in Caracas der Strom aus. Zwei Stromkabel waren im Zentrum des Landes unterbrochen worden. Nichts ging mehr in Caracas. Die U-Bahnen standen still, Ampeln fielen aus und viele Geschäfte mussten geschlossen werden.

Nach Behördenangaben waren neben Caracas auch Städte in den Bundesstaaten Lara, Zulia, Táchira, Mérida, Falcón, Portuguesa, Cojedes, Yaracuy, Carabobo, Aragua und Trujillo betroffen.

Elektrizitätsminister Jesse Chacon sagte zwei Stunden nach Beginn des Stromausfalls, die Versorgung würde schrittweise wieder hergestellt.

Antwort auf/zuklappen 2.22 Stromausfall stört Notruf 110

Quelle: RP-Online, Dienstag den 30.08.2011

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/stromausfall-stoert-notruf-110-aid-1.1698512

Düsseldorf. Die Polizei zog in der Nacht zum Montag kurzfristig um: Weil die computergesteuerte Telefonanlage der Leitstelle durch den plötzlichen Spannungsabfall ausgefallen war, nahmen die Beamten Notrufe in der Zentrale der Feuerwehr an der Hüttenstraße entgegen……..

Betroffen vom Spannungsabfall war lediglich die Telefonanlage, der Strom im Präsidium war in voller Stärke da. Ganz anders in der unmittelbaren Nachbarschaft: Von der Kai- über die Strom- und die Moselstraße und an der Orangeriestraße waren um 4.20 Uhr die Lichter ausgegangen. Unter den betroffenen 500 Haushalten waren einige prominente Adressen: WDR, Rheinturm, Apollo-Theater und Mannesmann-Hochhaus – alle ohne Strom. "Wir hatten Glück, dass es in der Nacht passiert war. Tagsüber wären die Folgen sicher gravierender gewesen", sagte Stadtwerke-Sprecherin Christina Näckel. Immerhin dauerte es fast zwei Stunden, bis der Stromausfall beseitigt war.

Antwort auf/zuklappen 2.21 Vernetzung Urbaner Infrastrukturen

Quelle: Süddeutsche Zeitung, Mittwoch den 25.04.2012

Je besser etwas funktioniert, desto gravierender sind die Folgen, wenn es ausfällt. „Ein Stromausfall in mehreren Bundesländern kann sich in 24 Stunden zur nationalen Katastrophe auswachsen“, sagt Thomas Petermann vom Büro für Technikfolgenabschätzung des Bundestages (TAB). Das liegt vor allem an den Folgeeffekten. Ohne elektrische Energie ist bald auch das Telefonnetz am Ende, wenn die Pufferbatterien leer sind. Wasser, Fernwärme und Gasnetz gehören zu den nächsten Ausfallkandidaten. Ein TAB Bericht aus dem vergangenen Jahr zeigt die Folgen am Bespiel des Gesundheitssystems auf. Wenn nach dem Strom auch Kommunikation und Wasserversorgung ausfallen, können Arztpraxen, Apotheken, Rettungsdienste und Dialysezentren nur noch eingeschränkt arbeiten und kaum mehr medizinische Güter erhalten. Wo Kliniken Notstrom-Aggregate haben, wird der Treibstoff knapp. Am Ende der ersten Woche ohne Strom werde man eine erhöhte Sterblichkeit von Alten und Kranken bemerken, sagt Petermann. Es sei unmöglich, die Folgen eines derartigen Stromausfalls zu beherrschen, sie ließen sich allenfalls mindern……………………………

Schon, dass die Krisenstäbe sich dabei kennenlernten, war ein Schritt vorwärts offenbar ist das in anderen deutschen Großstädten nicht unbedingt üblich. Zudem überlegen jetzt die anderen Firmen, ihre Außenteams nach Vattenfalls Vorbild zusätzlich mit digitalen Funkgeräten auszustatten, um bei einem Ausfall des Telefonnetzes in Kontakt zu bleiben.

Antwort auf/zuklappen 2.20 Brandenburg an der Havel; Bauelemente und Software in der Vermittlungsstelle gleichzeitig kaputt

Quelle: Märkische Allgemeine, Samstag den 07.01.2012

Ab 11.45 Uhr war gestern Ruhe im Festnetz der deutschen Telekom. In der zentralen Vermittlungsstelle im Deutschen Dorf gab es gleichzeitig Ausfälle in Hardware (Geräte/Bauteile) wie in der Software (Programme), bestätigt Telekom-Sprecher Jürgen Will.

………… In den ersten beiden Stunden des Ausfalls war auch die Notrufnummer „112“ von Feuerwehr und Rettungsdienst gar nicht erreichbar. Lediglich die „110“ der Polizei funktionierte, weil die in Potsdam aufläuft, sagt Polizeisprecher Torsten Ringel.

……… Bis zu 220 000 Anschlüsse in der Stadt und im Umland waren in bis zu 54 Ortsnetzbereichen betroffen. Richtig ins Schwitzen kam Georg Riethmüller. Er meldete sich bei der Telekom-Störungszentrale als Technikchef des städtischen Klinikums und Vertreter des Marienkrankenhauses.

Antwort auf/zuklappen 2.19 Warum der Blackout die Handy-Netze lahmlegte

Quelle: Focus-Online vom 15.11.2012

 

Durch den Stromausfall fielen auch die Mobilfunksender aus. Allerdings nicht alle – sie sind über das gesamte Stadtgebiet verteilt. Je nachdem, wo ein Sender stand, hatte dies Auswirkungen auf die Kunden. T-Mobile und O2 bestätigten gegenüber FOCUS Online Ausfälle. „Im Stadtgebiet München kam es heute Morgen aufgrund eines Stromausfalls zu Einschränkungen im Mobilfunk- und Festnetz“ , erklärt Carolin Eckert, Sprecherin von Telefonica Deutschland, zu der O2 gehört.

"Die Vorsorgemaßnahmen im Netz von Vodafone für einen solchen Stromausfall haben gut gegriffen“, sagt Sprecher Dirk Ellenbeck. Der Netzausfall sei so verhindert worden, es habe nur aufgrund der gesteigerten Nutzung von Mobiltelefonen sowie der durch die Notstromversorgung gedrosselten Leistung teilweise zu Überlastungen im Netz.

Doch warum gibt es keine Notstromversorgung für solche Fälle? Telefonica-Sprecherin Eckert sagt: „Ein Mobilfunknetz ist selbstverständlich mit Notstrom ausgestattet. Eine 100-prozentige Garantie für eine Vollversorgung bei einem flächendeckenden Stromausfall gibt es nicht.“ Telekom-Sprecher Harbers erklärt: „Es gibt keinen Notstrom, der ein komplettes Mobilfunknetz am Laufen halten könnte.“

 

 

Antwort auf/zuklappen 2.18 Münchner bleiben auch ohne Strom gelassen

Quelle: www.sueddeutsche.de

15.11.2012

Die Stadtwerke sprechen vom schlimmsten Stromausfall seit 20 Jahren. Der Donnerstag begann in großen Teilen Münchens im Dunkeln. Ausgefallene Ampeln und steckengebliebene Lifte führten in der ganzen Stadt zu Chaos. Bei der S- und U-Bahn kam es zu erheblichen Verspätungen, Krankenhäuser arbeiteten mit Notstrom. Um Punkt sieben Uhr gingen in fast allen Stadtteilen die Lichter aus. Erst eine halbe Stunde später wurde die Versorgung wieder hergestellt. Um 8:04 Uhr legt dann ein weiterer kleiner Stromausfall Bogenhausen und Aubing lahm. Inzwischen sind die zwei Viertel wieder versorgt. Auch Moosburg, 50 Kilometer von München entfernt, hat seit 10:14 Uhr wieder Strom.

50 Prozent von München waren ohne Strom - plus Moosburg. 18 der insgesamt 35 Umspannwerke in der Stadt waren nach und nach ausgefallen.

"Wir sind auf diese Dinge vorbereitet und können aus dem Stand darauf reagieren, das hat man heute gesehen", sagt SWM-Chef Schwarz jetzt stolz. "Nur die Kommunikation hätte man vielleicht noch etwas verbessern können", gibt er selbstkritisch zu. "Was wir heute erlebt haben, ist eine ungewöhnlich große Stromversorgungsstörung. Letztes Mal hatten wir so etwas 1992 in München und vielleicht in den siebziger Jahren - damals wegen Schneeausfall", sagt jetzt SWM-Chef Stephan Schwarz. "Der Ausfall ist aus dem laufenden Betrieb ohne große Vorwarnung passiert. Aber was wir heute erlebt haben, hätte man vor 20 Jahren genauso erlebt", sagt er.

Der Stromausfall hat auch das Telefonnetz lahmgelegt, auch das Mobilfunknetz brach teilweise zusammen. Die Telekom beklagt Ausfälle. "Die Sender im Stadtbereich sind an das städtische Stromnetz angeschlossen und konnten nicht mehr senden", sagt Udo Habers, Telekom-Sprecher der Region Süd. In den Stadtteilen sei der Empfang aber unterschiedlich gewesen, das hänge von dem jeweiligen Stromnetz im Stadtteil ab. "Manche hatten schon nach 15 Minuten wieder Netz, andere mussten 40 Minuten warten", sagte Habers.

Antwort auf/zuklappen 2.17 Stromausfall in der Nacht! Techniker im Einsatz – Leitstelle eingeschränkt

Quelle: http://osthessen-news.de/E/1220227/lauterbach-aktuell--grossflaechiger-stromausfall-leitstellen-betrieb-eingeschraenkt-ursache-.html

26.09.12 - Lauterbach - Stromausfall am späten Dienstagabend im Vogelsbergkreis. Betroffen waren seit etwa 23:00 Uhr vor allem Teile des Stadtgebiets und angrenzende Ortschaften rund um die Kreisstadt Lauterbach. Wie die Polizei auf Nachfrage von "osthessen-news" bestätigte, ist auch die Rettungsleitstelle betroffen. Notrufe nimmt derzeit (Stand: 23:30 Uhr) die Polizeistation Lauterbach entgegen. Man stehe im ständigen Handy- und Funkkontakt - die Notfallversorgung sei sichergestellt, hieß es…………………

23:50 Uhr: Es handelt sich offenbar um einen "partiellen Stromausfall" - denn etwa das Eichhof Krankenhaus ist von dem Stromausfall "zum Glück" nicht betroffen, berichtete Heike Habermehl von den Stadtwerken. "Wir arbeiten weiterhin mit Hochdruck." (cps). +++

00:21 Uhr: Die Leitstelle Vogelsberg wird durch das Technische Hilfswerk (THW) mit Notstrom versorgt. Mehrere Aggregate seien im Einsatz. "Der Betrieb ist nur eingeschränkt möglich", erklärte Kreisbrandinspektor Werner Rinke auf Anfrage von "ON". "Wir haben den Einsatzstab alarmiert und das Leitstellenpersonal mit drei zusätzlichen Einsatzbearbeitern verstärkt." Der ELW 2 (für den VB-Kreis) aus Alsfeld ist im Einsatz und übernimmt die Funkabwicklung für die Feuerwehr und den Rettungsdienst. Die Einsatzleitrechner sind ausgefallen. Der Landestechniker aus Kassel ist bereits auf dem Weg nach Lauterbach.

00:32 Uhr: Die Lage ist unverändert, es gibt noch keine neuen Erkenntnisse über die Ursache für den Stromausfall. Für eine erste Bilanz sei es noch zu früh, sagte KBI Rinke. Allerdings zeigte er sich mit den Abläufen zufrieden. "Es ist weitgehend gut gelaufen - wir haben nach weniger als 15 Minuten den Not-Betrieb aufgenommen." Der Gefahrenabwehr-Chef lobte die enge Kooperation mit der Polizei und den benachbarten Leitstellen.

Antwort auf/zuklappen 2.16 Stromausfall legt Innenstadt lahm

Quelle: http://www.dewezet.de/portal/lokales/hameln_Stromausfall-legt-Innenstadt-lahm-_arid,397360.html  

23.01.2012 – Aktuelles Hameln

Heute Vormittag hat ein Bagger bei Bauarbeiten in der Fußgängerzone eine Stromleitung durchtrennt. Deshalb kam es um circa 10.40 Uhr in Teilen des Hamelner Stadtgebiets zu einem Stromausfall.

…….. Stromausfälle sind in Deutschland selten. Rund 206 000 „Versorgungsunterbrechungen“ hat die Bundesnetzagentur im Jahr 2010 gezählt. Zusammengerechnet war jeder deutsche Stromkunde im gesamten Jahr 2010 fast 15 Minuten ohne Strom……..

Antwort auf/zuklappen 2.15 Blackout in Bad Pyrmont löst Großeinsatz aus

Quelle: http://www.dewezet.de/portal/lokales/bad-pyrmont_Blackout-in-Bad-Pyrmont-loest-Grosseinsatz-aus-_arid,397265.html  

Stromausfall in 800 bis 1000 Haushalten………….´

Das evangelische Altenheim Bethanien an der Robert-Koch-Straße alarmierte um 18:21 Uhr vorsorglich die Feuerwehr. Grund: Im Wachkoma Bereich werden derzeit sechs Patienten von Maschinen beatmet. Akkus halten die Geräte bei Stromausfall zwar am laufen……..

Antwort auf/zuklappen 2.14 Telefonchaos bei Telekom

Quelle: Märkische Allgemeine; Lokales; Brandenburg; Lokalnachrichten

09.01.2012 Bauelemente und Software der Vermittlungsstelle gleichzeitig kaputt

Ab 11:45 Uhr war gestern Ruhe im Festnetz der deutschen Telekom. In der zentralen Vermittlungsstelle im Deutschen Dorf gab es gleichzeitig Ausfälle in Hardware (Geräte/Bauteile) wie in der Software (Programme), ……………..

In den ersten beiden Stunden des Ausfalls war auch die Notrufnummer „112“ von Feuerwehr und Rettungsdienst gar nicht erreichbar. Lediglich die „110“ funktionierte ………….

Bis zu 220.000 Anschlüsse in der Stadt und im Umland waren in bis zu 54 Ortsnetzbereichen betroffen. ………………

Antwort auf/zuklappen 2.13 Langfristiger Stromausfall – ein Problem auch für die Feuerwehr Das Forschungsprojekt „TankNotStrom“ liefert neue Bewältigungsstrategien.

Quelle: Zeitschrift BrandSchutz 11/2011

Auszug von Seite 850

Problemanalyse aus Sicht der Feuerwehr

… Insbesondere in städtischen Gebieten muss mit einem erhöhten Einsatzaufkommen der Feuerwehren gerechnet werden. Personen, die in Aufzügen eingeschlossen sind, ggfs. eingeschlossene Passagiere von liegengebliebenen Zügen und U-Bahnen, Einsatzbehinderung durch ausgefallene Verkehrssignalanlagen sind nur ein Teil der möglichen Sofortfolgen. Bei längerem Stromausfall muss mit nicht funktionierenden Notstromanlagen in kritischen Infrastrukturen oder auch mit dem Ausfall der Notstromversorgung von Feuerlösch- und Sicherheitseinrichtungen gerechnet werden. …

Auszug von Seite 851

…Viele hilfsbedürftige Menschen, die in Wohnungen von Krankenpflegediensten versorgt werden, sind durch einen Stromausfall besonders verletzlich. Was passiert, wenn der Stromausfall länger als die Batteriepufferung der Heimbeatmungsgeräten andauert? Die mobilen Pflegedienste, die hinsichtlich ihrer Arbeitsauslastung sehr eng dimensioniert sind, werden in der Großstadt infolge des Verkehrschaos wegen ausgefallener Verkehrssignalanlagen in keinem Fall ihre notwendigen Termine wahrnehmen können und für die Patienten können somit lebensbedrohliche Situationen entstehen. ….

…Nur ein verschwindend geringer Anteil der Tankstellen ist mit Notstromaggregaten für die Zapfsäulen versehen oder wenigstens kurzfristig einspeisefähig. Bei länger andauernden Stromausfall wird dies zwangsläufig zu Engpässen bei der Kraftstoffversorgung führen, falls hier nicht konzeptionell vorgesorgt wurde.

Die Wasserversorgung ist vielfach vom Betrieb elektrischer Förderpumpen abhängig. Nicht alle Einrichtungen der Wasserbetriebe sind notstromversorgt. Gebietsweise kann es daher zu Druckabfällen bzw. zum Ausfall der Wasserversorgung kommen. Ereignen sich in diesen Gebieten Brände, wird die ohnehin schon durch die Folgen des Stromausfalls geforderte Feuerwehr bei der Brandbekämpfung in erhebliche Schwierigkeiten kommen, die zusätzliche Ressourcen fordern.

Spätestens nach vier bis sechs Stunden ist mit dem Ausfall von weiten Teilen des Mobilfunknetzes zu rechnen. Ebenfalls werden die modernen Telefone der Hausanschlüsse sofort ausfallen, da digitale Telefone nur funktionieren wenn sie stromversorgt sind. Das kann zu einer Verzögerung von Notrufmeldungen führen, die im ungünstigsten Fall Einsatzlagen eskalieren lassen, die ansonsten sehr routiniert abgearbeitet werden würden. 

 

Abbildung 7: Auswirkung auf die Kommunikation

Auszug von Seite 852

Abbildung 8: Schematische Darstellung der Abläufe im „TankNotStrom“ System

Auszug von Seite 853

Abbildung 9: Beispielseite aus dem Krisenhandbuch

Auszug von Seite 854

… Der Zusammenbruch der Liefer- und Verteilungsstrukturen für Kraftstoffe verlangt massive Anstrengungen um die Arbeitsfähigkeit der Hilfsdienste und den Notbetrieb der öffentlichen Verwaltung zu gewährleisten. Die vorhandene Notstromabsicherung der kritischen Infrastrukturen verlangt bei einem längeren Stromausfall erhebliche logistische Anstrengungen, um das Versagen der kritischen Infrastrukturen und damit eine weitere kaskadenartige Verschlechterung der Lebensbedingungen bis zur Zerstörung menschlichen Lebens zu verhindern. ….

… Die Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung ist im hohen Umfang stromabhängig. Der Zusammenbruch dieser Infrastrukturen kann zu massiven Folgeproblemen (Kaskadeneffekte) in Wohngebieten mit Hochhäusern und bei sehr hoher Bevölkerungsdichte führen. …..

 

…In einem längerfristigen Stromausfall wird die Kraftstoffversorgung zur Aufrechterhaltung der mit Notstrom betriebenen kritischen Infrastrukturen eine entscheidende Rolle spielen. Wenn nach einer bestimmten Laufzeit die Notstromaggregate keinen Kraftstoff erhalten, werden auch die kritischen Infrastrukturen zusammenbrechen. …

 

 

Antwort auf/zuklappen 2.12 Die Rolle der Leitstelle beim Ausfall kritischer Infrastruktur

Quelle: Zeitschrift BrandSchutz 11/2011

Auszug von Seite 855

Einsatzbeispiel Stromausfall am 4. Januar 2010 um 16.10 Uhr in der Leitstelle Zwickau

In der Leitstelle mehrten sich ab zirka 18 Uhr Notrufe, wonach sich aber bei Annahme des Gesprächs kein Teilnehmer meldete. Eine Überprüfung des Notrufabfragesystems in der Leitstelle ergab keine Fehlfunktion. Beim Rückruf der Anrufernummer, welche ausschließlich Rufnummern eines Netzbetreibers betrafen, stellte sich heraus, dass es sich um echte Notrufe handelte, jedoch keine Sprachverbindung zustande kam. Eine Nachfrage ergab, dass das Netz eines Anbieters nur noch sporadisch funktioniere und auch die Server eines weiteren Unternehmens betroffen seien. In der Folge waren mehrere Krankenhäuser und auch der Blutspendedienst nicht mehr erreichbar, was in der Nacht zu weiteren Problemen führte. …..

 

Auszug von Seite 857

….In den Datenbestand der Leitstelle ist zusätzlich die gesamte Funkinfrastruktur mit digitalen Alarmumsetzer und Gleichwellenfunkstandorten des Leitstellenbereichs als „Point of Interest“ (POI) eingepflegt. Wird im Umkreis zu einem Funkstandort eine Versorgungsunterbrechung oder Störung gemeldet, erfolgt ebenso automatisch eine definierte Alarmmeldung, um frühzeitig Maßnahmen zur Notstromversorgung vornehmen zu können. …..

…. Entsprechende Maßnahmen können mit dem dargestellten System frühzeitig ergriffen und durch die sofortige Übersicht des betroffenen Gebietes kann ein umfassendes Lagebild an die handelnden Stellen abgegeben werden. Das System stellt somit einen Beitrag zur Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung mit einer bedarfsgerechten Leistung der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr dar. …..

Antwort auf/zuklappen 2.11 Maßnahmen und Einsatzplanung für das Szenario Stromausfall Gefahrenprävention bei der Branddirektion Frankfurt am Main.

Quelle: Zeitschrift BrandSchutz 11/2011

Auszug von Seite 858

Das Szenario Stromausfall kann ab einer gewissen Größe, in Abhängigkeit von der Ausfalldauer und dem betroffenen Gebiet sowie den Auswirkungen auf die Bevölkerung, als Katastrophe beschrieben werden. …………..

 

Auszug von Seite 859

 

Auszug von Seite 859

 

 

……Allgemeine Großschadenlagen und katastrophenartige Gefahrenlagen sind, wie auch größerer und längerfristiger Stromausfall, relativ selten. Die Auswirkungen auf Bevölkerung und technische Systeme können jedoch so gravierend sein, dass die nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr entsprechende Organisationskonzepte für einen solchen Fall vorhalten muss………….

Antwort auf/zuklappen 2.10 Hannover: Stromausfall sorgte für hohes Feuerwehr-Einsatzaufkommen. Vor allem die Alarmierung durch Brandmeldeanlagen stiegen an.

Quelle: Zeitschrift BrandSchutz 11/2011

 

Auszug von Seite 862

Vor allem in Altenpflegeeinrichtungen musste die Feuerwehr eine Elektrizitätsversorgung gewährleisten. …

……Moderne Gesellschaften wie die unsrige benötigen für die vielfältigen Aktivitäten in technischer, administrativer sowie sozialer Hinsicht eine rund um die Uhr leistungsfähige sowie störungsfreie Stromversorgung. Der Bereitstellung von elektrischer Energie kommt demnach im Sinne des Begriffs „Kritische Infrastruktur“ eine Schlüsselrolle zu, da bei Ausfall des Leitungsnetzes dies erhebliche Auswirkungen auf andere Bereiche (so z.B. Logistik, Trinkwasser, Telekommunikation, Finanzwesen) hat. Funktionseinschränkungen sind abhängig von der Dauer und dem Zeitpunkt des Zusammenbrechens der Stromversorgung …

…..Fast 600.000 Menschen und zahlreiche Betriebe, darunter zwei große Industrieunternehmen und der Flughafen Hannover-Langenhagen, hatten keinen Strom. In der Innenstadt, die sonst im Neonlicht der Reklameanlagen erstrahlte, herschte Dunkelheit. Schlagartig fielen Lichtzeichenanlagen aus, Geldautomaten funktionierten nicht mehr und die hannoverschen Verkehrsbetriebe mussten den Betrieb einstellen….

Antwort auf/zuklappen 2.9 Sind wir auf den Stromausfall vorbereitet?

Quelle: Zeitschrift BrandSchutz 11/2011

Auszug von Seite 847

…….Zum einen sei hier der Bereich des sozialen Lebens genannt. Nicht genug, dass in den Wohnungen kein Licht, kein Kühlschrank und kein Herd, kein PC, kein Telefon und keine Heizung mehr funktionieren. Acuh das öffentliche Leben außerhalb der eigenen vier Wände bricht über kurz oder lang zusammen Hier stelle ich nur beispielhaft die Frage, wie es mit dem Geld- und Warenverkehr aussieht? Wie tätigt man ohne Beleuchtung in den Verkaufsmärkten und ohne funktionierende elektronischen Kassen die notwendigen Einkäufe, denn Vorratshaltung ist oft nicht mehr üblich? …. Wie sieht es aber mit der Versorgung der Einsatzkräfte aus? Ebenso wie im öffentlichen Leben geht nach einer gewissen Zeit in den Unterkünften nichts mehr, ……..

Wurden diese Punkte auch bei der Planung zur Arbeitsfähigkeit von Verwaltungs- Einsatz- oder Katastrophenschutzstäbe berücksichtigt, wenn es darum geht, diese Einrichtungen über mehrere Tage ohne Strom zu betreiben? Irgendwann ist auch hier der Zeitpunkt gekommen, wo vermutlich nichts mehr geht. Und genau hier sollten die Planer ansetzen und über den eigenen Tellerrand hinausblicken. ….

Antwort auf/zuklappen 2.8 Stromausfall in Hannover

Quelle: www.haz.de

Fast 600.000 Menschen hatten in Hannover und Teilen des Umlands am späten Abend des 13. Juli plötzlich im Dunkeln gesessen. Auch etliche Industriebetriebe waren betroffen. Es war der größte Stromausfall in der niedersächsischen Landeshauptstadt seit 1996. Nach 30 Minuten ging in etwa 70 Prozent der Haushalte das Licht wieder an...

Antwort auf/zuklappen 2.7 Konkrete Planung für Krisen und Notfälle

Quelle: Verbandszeitschrift des Bundesverbandes Betrieblicher Brandschutz, WFV Info I/08 Auszug von Seite 18

Technik

Ist eine Kommunikationstechnik installiert, die auch in Ausnahmesituationen die notwendigen Redundanzen aufweist? Alle notwendigen Verantwortlichen müssen informiert und herbeigerufen werden können.

Antwort auf/zuklappen 2.6 Lückenlos erreichbar

Die Sicherheit des Stromnetzes ist der entscheidende Aspekt. Sie ist ein wichtiger Standortfaktor für Deutschland insgesamt, ihr Stellenwert entsprechend hoch - immerhin erfreut man sich hierzulande der geringsten Stromausfallzeiten in ganz Europa. Doch mit dem Trend zur Dezentralisierung von Energieerzeugung und -einspeisung sowie der Erweiterung der zu versorgenden Fläche, wachsen die Herausforderungen an die Netzsicherheit. Die Versorgungssicherheit zu gewährleisten liegt in der Verantwortung der Ver- und Entsorger. Zur Wahrnehmung dieser Verantwortung bedarf es u.a. einer effizienten und zuverlässigen Kommunikation im Regelfall und bei Großschadenslagen, denn im Störungsfall soll die erste Fachkraft laut Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) spätestens in 30 Minuten am ...

Antwort auf/zuklappen 2.5 Stiftung bescheinigt deutschen Notrufsystem Mängel

Quelle: Bild.de vom Donnerstag den 10.02.2011

Winnenden (dpa/lsw) - Die Björn Steiger Stiftung sieht Mängel beim deutschen Notrufsystem. Die Notrufzentralen könnten beispielsweise keine Daten untereinander austauschen, da die Systeme nicht einheitlich und damit nicht kompatibel seien, teilte die Organisation am Donnerstag in Winnenden (Rems-Murr-Kreis) mit. Außerdem seien bei großen Unglücken die Leitstellen oft in kürzester Zeit überlastet, weil keine Entlastung durch andere Stellen möglich sei. Notrufe via SMS, die hilfreich für Gehörlose seien, könnten ebenfalls nicht an die Notrufzentralen abgesetzt werden. Die Stiftung betreibt unter anderem Notrufsäulen im ganzen Land.

Antwort auf/zuklappen 2.4 Stromausfall legt Reichstag lahm

Quelle: Stern.de vom Montag 08. März 2011

Auszug:

.. Die Arbeit des Bundestages ist am Dienstag durch einen weiträumigen Stromausfall lahmgelegt worden. Betroffen waren nach Angaben einer Sprecherin der Reichstag sowie alle Verwaltungsneubauten des Parlaments im Berliner Regierungsviertel. "Wir sind arbeitsunfähig", hieß es bei der Grünen- Fraktion. Aufzüge, elektrische Türen und die Computer in den Abgeordnetenbüros konnten nicht benutzt werden. Lediglich die Telefonanlagen funktionierten weiter.

Antwort auf/zuklappen 2.3 Forscher wollen Gefahren von Stromausfällen verhindern

Quelle: www.strom-magazin.de vom 01. März 2011

Auszug:

...So war es auch bei dem Super -Blackout 2006, dessen Ursache ein Fehler der Netztechniker war: Über der Ems war sicherheitshalber eine Starkstromleitung abgeschaltet worden, um einem Kreuzfahrtschiff der Papenburger Meyer-Werft die Durchfahrt zu ermöglichen. Doch die Folgen der Abschaltung wurden nicht richtig berechnet . So entstand eine Netzüberlastung, die sich im europäischen Netz ausbreitete und zu weiteren Leitungsabschaltungen führte - bis zum Blackout.

...Nachdem auch die Türkei an das europäische Strom-Verbundnetz angekoppelt wurde, sei der Handlungsbedarf noch größer geworden, betont Rehtanz. Dabei zeigt er in seinem Büro auf eine Europakarte, auf der sich Hochspannungsleitungen wie ein fragiles Ader-Gewirr über den Kontinent ziehen. Nicht zuletzt sei die Sicherheit der Stromversorgung auch ein Wirtschaftsfaktor: "Schon kurze Ausfälle können in der Produktion gravierende Schäden verursachen."

Antwort auf/zuklappen 2.2 Versatel Telefone TOT

Quelle: www.shz.de vom 13.01.2011, Versatel-Telefon schon wieder tot

Es ist die zweite große Störung innerhalb weniger Wochen. Am 7. Dezember waren zahlreiche Versatel-Telefone in Schleswig-Holstein und Hamburg nicht erreichbar. Wer an diesem Dienstag bei der Integrierten Rettungsleitstelle in Neumünster direkt anrief, hörte nichts.

Auch die Polizei in Kiel hatte massive Probleme, die Beamten in Eckernförde waren komplett abgeschnitten. In Husum und Niebüll waren die Krankenhäuser nicht zu erreichen.

Antwort auf/zuklappen 2.1 Handy Alarmierung über GSM versagt

Bei Brand in Bollstedt sind nur vereinzelt Feuerwehrleute ausgerückt - thueringer-allgemeine.de

Trotzdem: In Bollstedt hat das System am 24. Dezember offenbar versagt. "Über Handy wurde niemand informiert", nimmt Menge seine Feuerwehrleute in Schutz. Rösener schließt das rein von der technischen Seite aus: Wenn die Sirene von der Leitstelle ausgelöst wird, dann erfolgt automatisch und parallel die SMS-Information.

Aber: Lutz Rösener spricht von "Hobby-Geräten", die nicht offiziell zugelassen sind und mit denen er sich deshalb auch nicht intensiver beschäftigt. Das sieht man beim Landesfeuerwehrverband nicht anders. "Kein Standard", sagt Vorsitzender Lars Oschmann und verweist auf die Funkmeldeempfänger, die als "Piepser" ein Begriff sind. Die würden den gesetzlichen Anforderungen genügen.

Sie sind allerdings teurer. Deren Betrieb wird in den Leitstellen in Notfällen über Notstromaggregate gesichert, nennt Oschmann einen Vorzug. Ein großes Problem bei SMS-Alarmierung ist für ihn die Überlastung der Netze, speziell Silvester. Also dann, wenn für die Wehren eigentlich eine Großkampfnacht ist. Auf einer Leitungssitzung in Bollstedt wurde das Problem jetzt mit dem Berliner Lieferanten der SMS-Anlage besprochen, sagte Ortsbrandmeister Werner Rose.

Noch diese Woche soll die Alarmierung vor Ort überprüft werden, lautet das Ergebnis der Beratung. Verschiedene, mögliche Gründe für das Versagen seien zur Sprache gekommen.